Montag, 22. Mai 2017

Eaglemoss Nr.59: U.S.S. Relativity NCV-474439-G

Einleitung 

Im 29. Jahrhundert sind Zeitreisen ein neuer Bestandteil der Forschung innerhalb der Vereinten Föderation der Planeten. Um Missbrauch oder mutwilliges Manipulieren der Zeitlinie zu unterbinden oder gar zu korrigieren, besitzt die Sternenflotte der Zukunft eine Reihe von Zeitschiffen. Die Schiffe der Wells-Klasse sind im Prinzip Zeitmaschinen und in der Lage durch die Zeit zu reisen. Allerdings kommt das aber anscheinend nur im Extremfall und somit recht selten vor. Stattdessen benutzt man einen Transporter, der auf der Brücke installiert ist, um sich durch die Zeit zu beamen. Irgendwie erinnert diese Schiffsklasse an einen Wal. Die buckelige, aber dennoch elegante Form des Rumpfes mündet in zwei spitz zulaufende Flügel und in einen keilförmigen Bug.
2885 erhält die U.S.S. Relativity den Auftrag, zu untersuchen, weshalb die U.S.S. Voyager in der Vergangenheit mit einer Waffe aus der Zukunft zerstört wurde. Dies stellt schließlich einen Eingriff in den normalen Zeitablauf dar. Dafür beamen sich zwei Crewmitglieder der Relativity ins Jahr 2375 auf die Voyager kurz vor ihrer Zerstörung, um Seven of Nine zu rekrutieren. Dank ihres Wissen über die Voyager und ihrer Borgimplantate kann sie die Waffe aufspüren. Schließlich - nach einer Verfolgung durch diverse Zeitperioden - stellt sie auch den Täter. Dessen Identität ist dann eine echte Überraschung!

Das Modell

Einmal tief durchatmen! Das musste beim Auspacken und Betrachten des Modells anschließend erstmal sein. Selten habe ich ein so tristes Modell von einem Sternenflottenraumschiff gesehen. Das Modell besitzt überhaupt keine Details. Weder die Sternenflottenembleme noch Name und Registriernummer wurden aufgedruckt. Die Fenster sind nichts weiter als dicke Knubbel, weder der Antrieb geschweige den der Hauptdeflektor wurden farblich besonders hervorgehoben. Zwar sind einige Oberflächendetails wie die Phaserstreifen auf der Oberseite oder einige Rumpfstrukturen nachgebildet, aber dies mag trotzdem den lieblosen Gesamteindruck nicht verbessern! Die Oberseite besteht aus Metall, Unterseite aus Plastik. Hier ist auch mal wieder die typische Trennlinie zwischen den Materialien nicht zu übersehen. Leider ist dadurch die Relativity ein Modell, das man besser im hintersten Winkel seiner Sammlung aufbewahrt.

Keinerlei Beschriftungen wurden am Modell umgesetzt.
Der Deflektor auf der Unterseite ist auch eine Katastrophe.

Die Halterung

Das Heck des Modells wird in zwei Haltebacken eingesteckt. Immerhin sind diese sehr Stabil und halten das Modell ohne Probleme.

Begleitheft

Der erste Artikel befasst sich natürlich mit dem Auftritt des Schiffes in der Episode "Zeitschiff Relativity" aus "Star Trek: Voyager". Es folgt das Schiffsprofil, wo man einmal das Schiff mit all seinen Details betrachten kann. Es folgt ein vierseitiger Artikel über Captain Braxton und sein Hass auf die Voyager. Dann widmet sich das Heft noch auf weiteren vier Seiten den Spezialeffekten der Serie - und das war's. Hintergründe über die Entstehung des Relativity sucht man vergebens, obwohl dies wohl am interessantesten gewesen wäre.

Das Computermodell. Wenn sich Eaglemoss doch nur mehr an die Vorlage gehalten hätte... (Bild: memory alpha)

Spezifikationen

Daten zum Modell

  • L x B: ca. 130 mm x 84 mm
  • Höhe mit Stand: ca 64 mm
  • Material: Kunststoff und Metall
  • Hersteller: Eaglemoss Collections 2017

Bewertung und Fazit

Bei ihrem Auftritt in der entsprechenden "Star Trek: Voyager" Episode war die U.S.S. Relativity ein recht gut gelungenes Schiff der Zukunft. Ein Eindruck, den das Modell von Eaglemoss in keiner Weise vermittelt - eigentlich sehr schade! Mehr als zwei Deltas sind für das Modell nicht drin.

Sonntag, 7. Mai 2017

Rückblick: Comicmesse April 2017 in Berlin

Es ist zwar nun schon knapp einen Monat her, aber natürlich wollen wir Euch noch unsere Eindrücke von der letzten Comicmesse im ehrwürdigen Berliner Hotel "Ellington" schildern. Und ja, dass Hotel heißt "Eddington", benannt nach einen gewissen Michael Eddington aus der Star-Trek-Serie DSN, und nicht etwa wie immer wieder behauptet wird, Hotel Ellington, so, da habt Ihr es, pasta! bb
Wir haben nicht mitgezählt, aber es dürfte wohl neben der FedCon die regelmäßig stattfindende Veranstaltung sein, die wir am häufigsten besucht haben. Und da ein in diesem Jahr die Schreiber dieses Blogs der fedCon fern bleiben werden, ist es uns ein dringendes Bedürfnis, zumindest über die Veranstaltungen in unserer region zu berichten. Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja trotzdem auch 2017 einen kleinen Erlebnisbericht zur FedCon, schließlich werden unsere Freunde von der USS K'Ehleyr und den Fangruppen Euderion und Euderion-Invinity nach unserem Wissen der Veranstaltung ihre Aufwartung machen.
Der RBB-Abendschau war die Messe ein bericht wert!
Aber zurück zur Comicmesse, welche am 2.April 2017 wieder zahlreiche Comicfans von nah und fern anzog. Augenscheinlich war der Besucheransturm allerdings nicht so heftig wie bei der letzten Veranstaltung (wir berichteten). Beim Blick in den Händlersaal fielen uns nicht nur weniger Händlertische auf, nein, es war auch weniger Gedränge in den Reihen. Schöner Nebeneffekt war dann, dass man sich mehr Zeit nehemen konnte die angebotenen Waren zu durchstöbern. Und so konnten wir dann doch tatsächlich wieder einige Kostbarkeiten entdecken!


Bewährt hat sich scheinbar das Begleitprogramm zum Händlerangebot. Aus unserer Sicht zwar immer noch etwas zu stiefmütterlich behandelt, aber es ist der richtige Weg! Sieht man doch auf anderen ähnlichen veranstaltungen wie der GermanComicCon und der gerade an diesem Wochenende stattgefunden ComicInvasion Berlin, dass die Konkurenz groß ist und genau mit solchen "Begleitprogrammen" zu punkten wissen. Nun gut, die ComicCon hat eherr die Comics als Begleitprogramm und die Stars, Sternchen und (Selbst-) Darsteller rücken dort in den Vordergrund.
Ein Zeichner aus dem starwars-univerum gab sich die Ehre, Davidé Fabbri
Star Trek war wieder mal in Form von Merchandise vertreten
Das wahre Gesicht der Tribbels!
Im Mittelpunkt standen natürlich wieder die Zeichner:
  • Davidé Fabbri (Star Wars u. a.)
  • Jasmin Puschacher (alias "Nightmaker")
  • Michael Vogt (neue Alben Mark Brandis und El Jugador)
  • Marc Robert (Texorcist)
  • Rainer Engel (Captain Berlin)
  • Tomppa (Engel) 
  • Otomo-San (Projekt Hentai Compilation)
  • Susanne Dorn (Min-rotic Art, Patreon, Lego-Magazin)
  • Anne Pogoda (Darktownart)
  • Danton (Coffee in Berlin)
  • Alex Durent (Hentai Compilation)
Einen sehr guten Eindruck hat auf uns die Berliner Künstlerin Sophia mit ihren Label Pauw-Pauw-Products hinterlassen. Diese verwendet alte original Comics um daraus dann verschiedene coole Produkte zu machen, schaut einfach mal auf ihrer Homepage nach!

Samstag, 6. Mai 2017

Eaglemoss Nr.58: Taktischer Borg-Kubus der Klasse 4

Einleitung 

Seien wir mal ehrlich, gibt es überhaupt eine Spezies in Star Trek, die einen nicht von Anfang an faszinierte wie die Borg? Mit ihrem ersten Auftritt in der Star Trek: TNG-Episode "Zeitsprung mit Q" brachten die Borg auch ein Typ Raumschiff mit, welches auf den ersten Blick einfach nur aussieht wie ein gigantischer fliegender Würfel. Wie soll der denn gefährlich sein? Aber falsch gedacht. Sobald ein Borg-Würfel erstmal in den Angriff übergeht sind die Borg gnadenlos. Zuerst erfolgt die Ankündigung "Widerstand ist zwecklos" auf allen Kanälen, und schon kurz darauf setzten sie diese Drohung in die Tat um und hören erst auf, wenn das Opfer zerstört oder assimilliert wurde. Wobei die erste Option wohl gnädiger ist als in eine Borg-Drohne verwandelt zu werden.
Da die Borg geometrische Formen für ihre Schiffe bevorzugen, erhielt die Borg-Flotte schon bald die Bezeichnung "Symetrie des Grauens". Auch die Weiterentwicklung des klasschischen Kubus macht dieser Bezeichnung alle Ehre.
Ausgestattet mit einer massiven Hüllenpanzerung, die mühelos Phaserfeuer und Torpedobeschuss widersteht, einer Außenhülle welche sich selbst regeneriert, ausgerüstet mit mehr Strahlenwaffen und Torpedowerfen als herkömmliche Kuben, ist der taktische Kubus der Klasse 4 ein starker Gegner. Man sollte um disen Giganten  besser einen großen Bogen machen! Aber dieses taktische Verhalten ist bekanntlich sowieso bei allen Arten von Borgschiffen angebracht. Schade, dass dieser Kubus-Typ nur einen einzigen Auftritt in Star Trek hatte (VOY: Unimatrix Zero, Teil I und Unimatrix Zero, Teil II) .
CGI-Modell des taktischen Borgkubus. Bild: memory alpha.
 USS Voyager im Kampf mit dem gepanzerten Monster. Bild: memory alpha.

Das Modell

Die meisten Eaglemoss-Modelle bestehen aus der Kombination von Metall und Kunststoff. Bei diesem Modell des Klasse-4 Borgwürfels wurde abweichend von der Regel ausschließlich Plastik verwendet. Mit vielen Details wurde das Modell leider auch nicht so richtig versehen. Zwar ist die übliche Struktur eines Borg-Schiffes vorhanden, also das typische maschinenartige Aussehen, aber z.B. die bei der Filmvorlage zu sehenden Torpedowerfer wurden im Modell leider nicht umgesetzt. Auch fehlt das so wundervoll-schaurige grüne Leuchten, das so typisch für die Borg ist. Das hätte man doch mit etwas Farbe darstellen können, so wie man es beim Modell Nr.13, der Borgsphäre, tat. Wenn man das Modell mit den Illustrationen aus dem Begleitheft vergleicht, fehlen leider auch die Emitter der Strahlenwaffen auf den Panzerplatten. Von den sechs Seiten des Würfels sind jeweils zwei Seiten identisch. Nur die Ober- und die Unterseite sind dagegen unterschiedlich dargestellt.

Eine von zwei identischen Seiten.
Auch diese Seite gibt's zweimal.
Oberseite.
Unterseite.

Die Halterung

Montage? - Von wegen! Die "Halterung" ist in diesem Fall nichts weiter als ein kleiner Tisch, auf welchem das Modell einfach draufgestellt wird. Einmal gegenpusten und das Modell fällt hinunter! Meiner Meinung nach hätte man dies eleganter lösen können. Ein Tischchen müsste es zwar bleiben, aber eben einer, dessen Fläche etwas größer wäre als die des Modells. Und der Ständer sollte mit erhabenen Kanten an den Rändern ausgestattet sein, damit das Modell nicht runterrutschen kann.

Begleitheft

Das Schiffsprofil, die Entstehung des Klasse-4 Würfels und sein Auftritt in "Star Trek:Voyager" sind die Hauptartikel dieser Ausgabe. Ineressant ist hier der Artikel über die Entstehung der Borg und ihre Entwicklung.

Spezifikationen


 Daten zum Modell


  • L x B: ca. 58 mm x 58 mm
  • Höhe mit Stand: ca 93 mm
  • Material: Kunststoff und Metall
  • Hersteller: Eaglemoss Collections 2017

Bewertung und Fazit

Insgesamt hinterlässt dieses Modell bei uns leider keinen so guten Eindruck. Ein paar Zentimeter größer und etwas mehr Details hätten den Kubus besser aussehen lassen.

Weitere bewertete Modelle findet man hier:

http://star-trek-tafelrunde.blogspot.de/p/eaglemoss.html

Donnerstag, 4. Mai 2017

Die Tafelrunde empfiehlt: Things to Come


Seit der Star-Trek-Ausstellung 2011 in Potsdam-Babelsberg, den gelegentlichen Stippvisiten Martin Netters und natürlich der Mini-Ausstellung in Eberswalde gab es in der Region Berlin-Brandenburg lange Zeit keine so spannende, sehenswerte und vor allem gut aufgearbeitete museale Schau zum Thema: Bei der "Things to Come" in der deutschen Kinemathek am Potsdamer Platz in Berlin.


Die Ausstellung. Zugegeben; nicht alles auf den vier Ebenen von "Things to Come" dreht sich allein um Star Trek. Es handelt sich stattdessen um einen ganz generellen Blick auf die aktuelle Science-Fiction, die Science Fiction vergangener Tage und natürlich die damit verbundenen Sichtweisen auf die Zukunft, jenes unentdeckte Land, um das sich das gesamte Genre so beständig dreht.


So sieht man eben Requisiten, Filmschnipsel oder Artwork aus Filmen wie "Der schweigende Stern", "Alien", "Enemy Mine",  oder "Mars Attacks!". Und immer wieder dazwischen: Star Trek: Angefangen von Kostümen aus dem elften Kinofilm, über Szenenbilder aus "Star Trek – Der Film" bis hin zu den Köpfen aus der Zeitreise-Sequenz des vierten Kinofilmes (uvm.).


Unbedingt einpacken sollte man sich allerdings etwas Zeit, denn auch wenn man die einzelnen Etagen fraglos in zügigem Tempo durchlaufen kann, lohnt es sich schon, die verschiedenen Video-Einspieler ausführlich zu betrachten (z.B. gemütlich liegend), mit denen die Ausstellungsmacher auf bestimmte Thematiken (wie Wohnen in der Zukunft, Außerirdische oder Transport in der Zukunft) näher eingehen wollen.


Das Veranstaltungsprogramm. In seiner Laufzeit bot das Museum neben der Ausstellung auch einige lohnenswerte Vorträge im Konferenzraum des Gebäudes an. Wir hatten das unglaubliche Glück, eine Tafelrundenaußenmission zu einer dieser Gelegenheiten zusammenstellen zu können. So saßen Manu, Miri, K’olbasa und Turon47 gemeinsam vor dem Musiker Frieder Butzmann, der einmal genauer unter die Lupe nahm, was auf den 'Visitenkarten der Menschheit', den berühmten "Voyager Golden Records" gespeichert war, die beide seit 1977 im All als Botschafter der Menschheit unterwegs sind.


Das Ganze war durchaus unterhaltsam. Zum einen, weil das Thema interessant, interessiert und mit ansteckender Freude von einem musikalisch versierten Referenten präsentiert wurde. Zum anderen, weil er sich dabei unterhaltsam den Grundregeln der Vortragskunst verweigerte, Schwierigkeiten mit den Tabs seines Rechners hatte und vor allem Soundfiles während seiner weitschweifenden Ausführungen simultan weiter laufen ließ.
Dabei bewies er jedoch einen angenehmen Humor, einiges an Star-Trek-Fachwissen (auch wenn Voyager 6 leider nicht angesprochen wurde) und eine gewisse Originalität, so dass der Großteil des Außenteams die Veranstaltung gut unterhalten verließ.


Das Zeitfenster. Um sich die Ausstellung noch anzusehen, muss sich der geneigte Zuschauer inzwischen aber schon beeilen, denn die Heiligen Hallen der Kinemathek sind für diese Ausstellung zwar länger als geplant geöffnet, doch das Zeitfenster schließt sich innerhalb der nächsten zehn Tage. Am Sonntag den 14. Mai 2017 wird der finale Ausstellungstag anstehen und die Tafelrunde empfiehlt allen, die es noch nicht geschafft haben unbedingt, dieses Kleinod der Science Fiction im Allgemeinen und Star Trek im Speziellen anzusehen – so lange noch Zeit dafür ist…
Für mehr Informationen empfehlen wir außerdem unsere Kollegen von "Sie reden", die "Things to Come" so kurz vor Toreschluss ebenfalls einen Kurzbesuch abstatteten.


Denkwürdige Zitate.

"Letztlich bin ich nur ein Amateur, der seiner Leidenschaft frönt."
Frieder Butzmann

"Hier ist ein Pulsar, dort ist ein Pulsar. Überall sind Pulsare!"
Frieder Butzmann