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Sonntag, 15. Oktober 2017

Eaglemoss-ABO, eins ist nicht genug

Quelle: eaglemoss.com
Als Sammler der beliebten Star-Trek-Raumschiff-Reihe hat man es schon manchmal nicht leicht. Diejenigen, die unseren Blog und unsere Berichterstattung zu dieser Modellreihe schon seit längerem verfolgen wissen sicher ein Lied davon zu singen. Und nicht selten war dieses ein Klagelied. In der letzten Zeit schien hier aber so etwas wie eine gewisse Beruhigung eingetreten zu sein. Zumindest ist Kritik seltener geworden und aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass defekte Modelle seltener geworden sind und wenn doch mal eines als Puzzle den Empfänger erreicht hat, ist die Ersatzbeschaffung über InterAbo kein Problem. Dazu kommt, dass man das defekte Schiff sogar behalten und dieses ala Damon zu etwas anderen verwursten kann.
Soweit so gut.
Schwierig wird es allerdings mit den diversen Sondermodellen.
Erstes Problem, wie erfährt man überhaupt davon? Nicht alle Modelle sind auf der offiziellen deutschen Eaglemoss-Seite im Internet gelistet. Manche Modelle sind nur über die englischsprachige Seite zu ordern. Man weiß auch nicht, ob die Modelle dann später auch in Deutschland erhältlich sein werden und nimmt dann das Porto aus dem Ausland in Kauf. Das ist immer noch günstiger als dann später bei überteuerten eBay-Angeboten zuschlagen zu müssen.
Und als ob das alles nicht schon kompliziert genug wäre, haben sich die Leute von Eaglemoss nun noch etwas Neues einfallen lassen. Und auch diese Information war für den Normalo-Abonenten nicht so leicht zu entschlüsseln.
Mit der gerade gestarteten neuesten Inkarnation im Star-Trek-Universum, ST: Discovery (wir berichten), machte sich bei den Verantwortlichen scheinbar die "Erkenntnis" breit, dass auch die dort gezeigten Raumschiffe eventuell die Sammlerherzen höher schlagen lassen könnten. (Lassen wir mal die leidige Diskussion zur Ästhetik der USS Discovery selbst außen vor)
Aber nun wäre es ja viel zu einfach, die schon laufende Reihe noch um das eine oder andere Modell zu erweitern. Nein, viel cleverer ist es doch, einfach ein zweites Abo einzuführen. Zweites Abo? Auf unsere Nachfrage dazu erhielten wir die Antwort, dass angeblich nicht alle Sammler der Modelle aus den bisherigen 6 Serien, 13 ST-bzw. AT-Kinofilmen und diversen Büchern an der neuen Serie Interesse hätten und deshalb habe man sich entschlossen, ein neues Abo speziell zu Discovery anzubieten. Echt jetzt? Die Dame am Telefon versuchte sich dann noch damit zu retten, dass es sich ja schließlich um eine ganz andere Serie handele...
Es bleibt jetzt also dem geneigten Sammler und Fan überlassen, ob er sich nun also ein zweites Abo, dieses Mal nicht mit Interabo sondern mit den international vertreten und erfahrenen Anbieter Hero Collector, leisten möchte. Vorbestellungen werden hier entgegengenommen.
Bitte nicht falsch verstehen, die Freude darüber, endlich mal eine weitestgehend komplette Raumschiffsammlung aus dem geliebten Universum zu bekommen, ist nach wie vor recht groß. Allerdings wird es einem als Liebhaber dieser kleinen Modellschiffchen nicht gerade leicht gemacht und es stellt sich sogar eine gewisse Resignation ein. Sicher, hier soll Geld verdient werden und wird es ja scheinbar auch, aber diese unübersichtliche Vermarktungsstrategie (wenn man es denn so nennen kann), diese unterschiedlichen Angebote in diversen Ländern und das damit verbundene abweichende Erscheinungsdatum machen es nicht gerade leicht, die Sammlung nur mit Freude zu genießen. Eine positive Anmerkung allerdings muss man noch anfügen. Auch wenn betsimmte Modelle nur über die Webside in UK zu ordern sind, der Support ist dann aber dennoch auch auf deutsch. Also als Tip, ruhig auf deutsch an den englischen Kontakt mailen, die Antwort kommt dann auch in deutsch zurück.

Folgende Modelle aus Discovery sind offiziell auf der Webseite angekündigt:
USS Discovery
USS Shenzou





Aktuelle Ankündigungen findet Ihr nach wie vor hier in Damons Zusammenstellung.


Donnerstag, 12. Oktober 2017

Missionen enden

Aaron Herberts - seines Zeichens ausführender Produzent von Star Trek Discovery - berichtete über Twitter, dass die Dreharbeiten zur ersten Staffel seit heute offiiziell beendet sind.
Ob es mit einer zweiten Staffel weitergeht klärt sich im ungünstigsten Fall erst im Jahr 2018.

Aber noch eine andere Mission ist vor kurzem zuende gegangen: Nach 13-jähriger Erkundungsreise stürzte die Raumsonde Cassini am 15.09.2017 kontrolliert in die Atmosphäre des Saturn.
Um den erfolgreichen Abschluss der Mission angemessen zu würdigen hat Robert Picardo seine Voyager-Interpretaion von Verdis "La donna è mobile"...nun ja, neu interpretiert.
Doch hört selbst:
Das Video entstand im Rahmen von Picardos Engagement für die Planetary Society, einer gemeinnützigen nichtstaatlichen Organisation, die seit 1980 die Erforschung unseres Sonnensystems vorantreiben möchte. Gegründet u.a. von Carl Sagan gehört auch Bill Nye zu den Unterstützern.
Noch ein Tipp für den nächsten Münchenbesuch: Die Mitgliedschaft in der Society erlaubt kostenlosen Eintritt in das Deutsche Museum in München.

Sonntag, 23. Juli 2017

Mega-Spoiler zu Discovery während der SDCC

(Hier wird noch nichts verraten)
An diesem Wochenende findet in San Diego die Comic Con 2017 statt, die größte und medienwirksamste Veranstaltung ihrer Art. Drehte sich letztes Jahr noch alles um Beyond, so durften sich in diesem Jahr die Hauptdarsteller von Discovery präsentieren.

Zur Einstimmung ein Bild der Crew
Quelle: startrek.com
v.l.n.r.:Mary Wiseman,James Frain,Anthony Rapp, Alex Kurtzmann, Gretchen J. Berg, Rainn Wilson, Akiva Goldsman, Jason Isaacs, Shazad Latif, Sonequa Martin-Green, Doug Jones & Aaron Harberts

Noch hier? Na, dann ma´ Quadrotriticale bei die Tribbles!

Während des Panels am Samstagnachmittag verriet Sonequa Martin-Green, dass ihr Charakter Michael Burnham die Adoptivtochter von Sarek und Amanda Grayson ist! Nach dem Tod ihrer Eltern wurde sie durch die beiden aufgenommen und auf Vulkan aufgezogen. Dies macht Spock also zu ihrem Adoptivbruder.
Die Meldung lautete andernorts, dass Michael die leibliche Tochter von Amanda Grayson sein soll, aber das war dann wohl doch etwas zuviel der Interpretation.

Es gab aber auch noch weitere Neuigkeiten während des Panels:
So stellte uns Anthony Rapp den Freund seines Charakters Lt. Paul Stamets vor. Dieser wird gespielt von Wilson Cruz., der sich dann prompt per twitter der Welt vorstellte
Quelle: twitter.com
Gretchen Berg verriet, dass die Klingonen allesamt Klingonisch sprechen werden mit englischen Untertiteln. Verwirrenderweise ist im neu-veröffentlichten Trailer (weiter unten) der komplette Dialog in Englisch, ohne Untertitel. Dafür ist die zweite Hälfte des Trailers komplett untertitelt...

Doug Jones präsentierte seine eigentümliche Gangart am Set, die vor allem darauf fußt^^, dass sein Charakter Hufe hat.
Quelle: startrek.com
Der Soundtrack für Discovery wird geschrieben von Jeff Russo. Das Theme zur neuen Serie ist wohl schon fertig *freu*

Die Schauspieler hatten sichtlich Spaß an ihrem Auftritt während der San Diego Comic Con 2017.
  
Quelle: twitter.com
Und zu guter Letzt gibt´s noch den neuen Trailer und damit dürfen wird uns weiter freuen auf den 24. September 2017:

Sonntag, 4. Juni 2017

Turons Senf zum Discovery-Trailer


Einleitung. Ein guter Trailer erweckt bei uns Zuschauern eine unbändige Lust auf eine neue Serie. Er schürt die Vorfreude, spielt mit den Erwartungen der Fans und steigert die Spannung ins Unermessliche.
Insofern sind die beiden Star-Trek-Discovery-Trailer, die vor mittlerweile zwei Wochen in den Weiten des Internets für Aufmerksamkeit sorgten, für mich persönlich gescheitert.
Nicht, dass ich sie total doof fand oder – wie viele andere Star-Trek-Urgesteine in den Kommentarzeilen diverser Internetportale – völlig enttäuscht wurde, aber es gelang keinem der beiden Zusammenschnitte in mir eine der eingangs genannten Reaktionen hervorzurufen. Nun habe ich lange überlegt, woran das eigentlich gelegen haben könnte, habe die Spreu vom Weizen getrennt und möchte an dieser Stelle einmal die Gelegenheit nutzen zu erklären, was mir an diesem ersten Einblick in die kommende, siebente Star-Trek-Serie gut und weniger gut gefallen hat.




Lobenswerte Aspekte
.

Beförderungen. Für mich waren stets jene Star-Trek-Folgen am eindrucksvollsten, die aus dem üblichen Darstellungsrahmen herausbrachen und die Franchise um einen neuen Blickwinkel bereicherten. Zu diesen Meilensteinen zählten etwa Episoden wie "Im fahlen Mondlicht", "Es geschah in einem Augenblick" oder  auch "Carbon Creek", in denen der Zuschauer das Geschehen durch die Augen anderer zu betrachten lernt. Den Ehrenplatz unter diesen Folgen nimmt allerdings die TNG-Folge "Beförderungen" ein, in deren Verlauf eine Gruppe Junior-Offiziere kurz vor dem nächsten Schritt auf der Karriereleiter begleitet wird.


Reizvoll ist diese Episode vor allem deshalb, weil sie den Fokus von der traditionellen (und etwas eingerosteten) schiffs-zentrierten Erzählstruktur weglenkt, die Star Trek seit Anbeginn seiner Entstehung dominiert. Dabei ist es – wie die Karrieren der meisten Charaktere zeigt – Usus in der Sternenflotte, sich von Schiff zu Schiff hochzuarbeiten oder auch, wie etwa Tom Paris oder Ro Laren, einschneidende Laufbahnrückschritte hinnehmen zu müssen. Man wird von Posten zu Posten auf unterschiedlichen Stationen oder Schiffen durchgereicht, bevor man schließlich auf jenem Stuhl in der Mitte der Brücke landet, den so ziemlich jeder Sternenflottenoffizier tief in seinem Herzen begehrt.
Nun scheint mit Discovery und seiner Zentrierung auf den Hauptcharakter Michael Burnham genau der Fall einzutreten, dass sich eine ganze Serie diesem Lebenslauf-Prinzip widmen wird. In meinen Augen ist das ein ebenso erfrischender wie nachvollziehbarer Perspektivwechsel:
Schließlich kann man zum Beispiel im Fußball eine Dekade Bundesliga problemlos aus der Sicht eines Vereins, aber ebenso spannend auch im Hinblick auf den Werdegang eines einzelnen Spielers erzählt werden. Das Konzept birgt jedoch vor allem in Bezug auf Star Trek und der hierarchischen Struktur der Sternenflotte eine Menge Potential und verspricht für die kommende Serie eine wirklich noch nie dagewesene Prämisse. So kann Discovery aus dem Schatten seiner Vorgänger treten, völlig andere Geschichten erzählen und doch der großen Tradition treu bleiben. Vor allem aber bietet sie eine Glaubwürdigkeit, die den Fans seit Rikers so verzweifelten Klammern an der Position des ersten Offiziers der USS Enterprise nicht mehr vergönnt war.


Diversität. Die bisherige Darstellerriege greift gleich zu Beginn ein zentrales Thema Star Treks auf: seine Multikulturalität. Es gibt einen farbigen Hauptcharakter (Michael Burnham), einen asiatischen Captain (Philippa Georgiu) und einen neuen (frischen) Charakter einer unbekannten Spezies (Saru).


Damit greift sie nicht nur den Trend zu einer besonders diversen Crew (insbesondere die Multiethnizität bei TOS und TNG) auf, sondern geht vielleicht noch einen Schritt weiter:
Der Hauptcharakter Michael Burnham ist nicht nur scheinbar von Vulkaniern aufgezogen worden, sondern auch – entgegen seinem Namen – weiblich. Das wiederum führte zu heißen Diskussionen im Internet, ob es sich um den ersten transsexuellen Charakter handeln könnte, den die Star-Trek-Geschichte hervorbringen würde. Auch damit würden die Schöpfer eine gute alte Star-Trek-Tradition pflegen, die seit Folgen wie "Platons Stiefkinder", "Wiedervereinigt" oder selbst "Star Trek Beyond"  aktiv Position für fundamentale Menschenrechte bezogen.


In der Ruhe liegt die Kraft. Es ist auffällig, wie gut beide Trailer ohne Kampfszenen, Explosionen oder Feuergefechte auskommen. Stattdessen herrscht ein vergleichsweise dialog-lastiger Tenor vor, der dem eigentlichen Inhalt irgendwie zu wiedersprechen scheint. Denn obwohl klar ist, dass es sich bei beiden Vorschau-Spots wohl eher um Zusammenschnitte aus dem Pilotfilm handelt, dessen Handlung sehr wohl kriegerische Auseinandersetzungen beinhaltet, scheint es, als würden die verantwortlichen Produzenten durch den offensichtlichen Verzicht ein klares Zeichen setzen wollen: 'Seht her, wir sind mehr als anspruchsloses Popcorn-Kino.' Ob sich diese Kernaussage bewahrheiten wird, bleibt wohl abzuwarten; als Statement ist es dieser Tage jedoch – gerade im Hinblick auf die nun folgenden 'Kritikwürdigen Aspekte' eine willkommene Demonstration des guten Willens.


Kritikwürdige Aspekte.

Ein Stückchen Abramsverse in der Originalzeitlinie. Seit dem Star-Trek-Reboot im Jahre 2009 gibt es einen Effekt, der wie wohl kein Zweiter den Hass der Fangemeinschaft auf sich zieht: Lensflares.
Das fragwürdige stilistische Mittel war so überzogen eingesetzt, dass es sich zum Gegenstand des Gespötts entwickelte und selbst Abrams sich für dessen Verwendung entschuldigte.
Man könnte nun glauben, dass die Verantwortlichen aus diesem Fiasko gelernt hätten, doch das Gegenteil ist der Fall. Beide Trailer strotzen nur so vor überflüssigen Blend-Effekten.
Doch damit nicht genug.
Design-technisch steht die Serie deutlich in der Tradition des Abrams-Ablegers: die Uniformen, die Beleuchtung, das Aussehen der Schiffe oder die Konzeption der Bord-Instrumente sind so deutlich an die Reboot-Filme angelehnt, dass man als Fan schon berechtigte Sorgen haben muss, dass diese Ähnlichkeiten – so sehr sie eventuell an den veränderten Sehgewohnheiten unserer Tage orientiert sind – auch eine inhaltliche Fortsetzung finden. Es besteht die Gefahr, dass sich die kommende Serie ebenso an der Aussage-armen Kino-Film-Mentalität orientiert, womit sie Gefahr läuft, die Star-Trek-hungrigen Zuschauerschaften, die die Entstehung dieser Serie überhaupt möglich gemacht haben, gänzlich zu verprellen. Denn es ist zwar für Discovery überlebenswichtig, neues Fernseh-Publikum zu erschließen, aber nicht minder zentral, die Majorität der bestehenden Fan-Basis zu besänftigen. Dieses Mal – auf dem für die Franchise so vertrauten Fernsehbildschirm - kann der Anspruch nämlich nicht 'Not Your Father’s Star Trek' lauten.


Wieder ein Prequel. Die in meinen Augen allerdings fragwürdigste Entscheidung bleibt immer noch die Idee, Discovery zehn Jahre vor der Original-Serie spielen zu lassen. Nachdem bereits "Star Trek: Enterprise" so fulminant gegen die Wand gefahren wurde und J.J. Abrams das Feld mit seinen Reboot-Filmen plattgewalzt hat, wage ich zu bezweifeln, dass der Rückbezug unmittelbar vor eine mehr als fünfzig Jahre alte Serie, die den Produzenten zu 'cheesy' erschien, um sich an deren Design zu orientieren in der Lage ist, neue Zuschauergruppen zu erschließen.
Mal im Ernst: Niemand hätte etwas dagegen gehabt, wenn die neue Serie zwei, zwanzig oder zweihundert Jahre nach Nemesis gespielt hätte. Stattdessen begab sich die illustre Runde der Produzenten auf das glatte Eis eines Prequels.
Was dabei offensichtlich übersehen wurde: Es gab bereits einen Einblick in die Sternenflotte zehn Jahre vor TOS: Er hieß "Der Käfig", war als ursprünglicher Pilotfilm für TOS gedacht und diente als Haupterzählstrang des Zweiteilers "Talos IV – tabu". Vergleicht man nun die Trailer mit dieser Folge wird schnell klar, wie wenig Discovery in die Original-Zeitlinie passt.


Nun kann man natürlich nicht ganz zu Unrecht einwerfen, dass Widersprüche ein fester Bestandteil der Star-Trek-Kultur sind:
Zum Beispiel Khan, der sich im zweiten Kinofilm an Chekov erinnern kann.
Oder die Tatsache, dass sich die Romulaner bereits in "Das Minenfeld" tarnen können, aber in "Spock unter Verdacht" alle mit dem selben Trick überraschen können.
Oder die Trill, wie sie in"Odan der Sonderbotschafter" und "Der Abgesandte" in Erscheinung treten.
In die gleiche Kategorie plötzlicher Erscheinungsveränderung dürften wohl auch die etwas befremdlichen Klingonen in den Vorschau-Filmchen fallen, die laut Star-Trek-Historie (vgl. "Die Heimsuchung", "Die Abweichung", "Kampf um Organia", "Star Trek – Der Film" oder "Immer die Last mit den Tribbles") keine Stirnwülste haben sollten.


Das mag jetzt für ‚Softcore‘-Fans kein großes Problem zu sein, aber bei Lichte besehen macht Star Trek vor allem seine zeitliche Geschlossenheit aus. Diese innere Chronologie, auf die sich selbst spätere Folgen wie "Besuch von der alten Enterprise", "Immer die Last mit den Tribbles" oder auch "Im dunklen Spiegel" beriefen, ist der Kern der Faszination für viele Fans (wie z.B. mich selbst), die ihn ungern mit Füßen getreten sehen.
Man stelle sich nur einmal vor, dass die mittelalterlichen Langboote in der Hit-Serie "Vikings" bei ihren Beutezügen gen England plötzlich frühneuzeitlichen Galeonen mit Kanonen begegnen würden. Ein Faux-Pas, der der Serie definitiv Zuschauer kosten würde.
Ähnlich verhält es sich mit Star Trek: Stirnwulstlose Klingonen, bunte Knöpfe und nicht minder bunte Uniformen sind schlichtweg ein Teil einer größeren Geschichte.
Die Annahme, dass es sich bei aller Fiktionalität um eine Fortsetzung der Zeitlinie handelt, ist ein zentraler Aspekt seiner Existenz in allen sieben Serien.
Von daher ist es vielleicht gar keine so schlechte Idee, wie bei Marvel einen Supervisor zu installieren, der auf die Einhaltung der bestehenden Zusammenhänge achtet.
Schließlich muss sich eine Serie wie Discovery, über der von Anfang an das Damokles-Schwert der Original-Serie schwebt, eine Kontrollinstanz schaffen, der sich zumindest bemüht, die Anzahl der Widersprüche zum Kanon so gering wie möglich zu halten. Ansonsten läuft sie durch die Wahl eines Prequels Gefahr, die gleiche – wenn nicht noch größere – Ablehnung wie das Abramsverse zu erfahren.


Fazit. Ich möchte wirklich nicht in den Schuhen der Verantwortlichen dieser Serie stecken. Die Macher müssen es schaffen, ein Produkt abzuliefern, dass dem launigen Sender CBS gefällt, dass neue Zuschauerschichten akquirieren kann, die alten Fanschichten bei der Stange hält, die Zeitlinie beachtet, die Fehler der Vorgänger vermeidet, etwas Neues bietet, die alten Traditionen befolgt und vor allem von Anfang an ein Quotenerfolg wird.
Böse Zungen könnten behaupten, dass dieser Spagat unmöglich sei und definitiv wird nicht jeder Discovery mögen. Doch anstatt das Glas als 'halb leer' zu bezeichnen, versuche ich mich vor allem auf die positiven Signale zu stützen, ohne die negativen Seiten auszuklammern. Sie halten sich nämlich die Waage und es ist noch viel zu früh, um ein Urteil über eine noch nicht ausgestrahlte Serie anhand ein paar Schnipsel aus dem Pilotfilm zu beurteilen.
Und machen wir uns nichts vor: Wir alle werden uns Discovery ansehen, egal welchen Eindruck der ein oder andere Trailer hinterlässt. Es ist die erste Star-Trek-Serie seit mehr als zehn Jahren und wenn mich die Franchise eines gelehrt hat, dann ist es neuen Welten gegenüber offen, neugierig und unvoreingenommen gegenüberzustehen.


Dienstag, 7. März 2017

Star Trek Discovery: Captain gefunden

Keine schlechte Wahl für den neuen Sessel: Wie TVLine berichtet, übernimmt Jason Isaacs die Rolle des Captain Lorca in Discovery.
Als seine bekannteste Rolle wird gerne die des Bösewichts in "Der Patriot" genannt, aber viele Genrefans mögen ihn vor allem als Fiesling (ja, den kann er gut) Lucius Malfoy in den "Harry Potter"-Filmen. Mir persönlich fällt da auch noch die Miniserie "Die Schattenmacht - The State Within" ein, in der er einen (nicht ganz unschuldigen) Botschafter spielt.
Er selbst hatte sein Engagement bereits kurz zuvor "ausgezwitschert"

*den spekulativen Bleistift hebend*: Es könnte sein, dass wir hier schon den ersten Bösewicht der Serie vor uns haben. Obwohl es doch deutliches Typecasting wäre (siehe oben), ist Isaacs einfach verboten-gut in der Rolle des hochnäsigen Widersachers. Im Laufe des Handlungsbogens würde ich jedoch gerne sehen, wie er sich langsam aber sicher auf die Seite der Protagonistin, gespielt von Sonequa Martin-Green, schlägt und sie zusammen die Galaxie retten - solange er dabei die blonde Perücke zuhause lässt^^ 


My my! Die Besetzung macht sich langsam: Doug Jones (unser zweitliebstes Latexgesicht nach Bill Blair), Michelle Yeoh (interessant, falls netflix doch noch den Sprung nach China schafft), James Frain als Sarek (wohl leider nur in einer Episode)...und jede Mende Klingonen.
Dieser Herbst kann nicht früh genug kommen.

Dienstag, 28. Februar 2017

Star Trek Discovery: Neuer Starttermin

Es tut sich was bei Star Trek Discovery. Der Geschäftsführer von CBS, Les Moonves, gab heute via treknews.net ein Startdatum bekannt: Irgendwann im Herbst („sometime late, early fall“) :/
Als Begründung nennt Moonves die umfangreichen Spezialeffekte, die in der ersten Staffel benötigt werden.
Der Abgang des ausführenden Produzenten und Entwicklers Bryan Fuller hatte sicherlich nichts damit zu tun…Für die Vertriebsstrategie via des neu-geschaffenen Streaming.Services CBS All Access nannte Moonves eine einfache Erklärung: Star Trek verkauft sich hervorragned auf Netflix! Ist doch schön zu hören,dass sich Star Trek Fans weiterhin verlässlich melken lassen – aber genug des Zynismus!

Zuletzt noch eine Spoilerwarnung für Folgendes: Es ist zwar schon einige Zeit her, will hier aber dennoch erwähnt werden. Mitte Februar tauchten auf Twitter interessante Bilder vom Drehort in Toronto auf, welche die Kostüme der Kingonen zeigten. Obwohl die Serie im Prime-Universum spielen soll erinnert das Aussehen eher an die Klingonen der Kelvin-Timeline. Aber cool sieht´s schon aus!



Mittwoch, 1. Februar 2017

Star Trek Discovery - Trailer

Ohne große Worte: Die ersten bewegten Bilder zur neuen Serie sind da


Selbst die hässliche Schüssel von einem Raumschiff ist kurz zu sehen. Abwarten und klingonisches Monopoly spielen...
Wie würdet ihr den Satz beenden: "Star Trek ist ..."?

Dienstag, 24. Januar 2017

Star Trek Discovery - Ein Einstieg



Die Zeichen verdichten sich: Es wird einen neue Star Trek-Serie geben. Um unsere kleine Ecke des Trek-Universums auf dem Laufenden zu halten möchte ich auf unserem Blog eine neue Rubrik zu eben dieser Serie starten.
Der heutige Tag bietet sich dafür förmlich an, denn heute ist Drehstart in Toronto (*yheay*- mehr dazu später).
Doch zunächst zu den Rahmenbedingungen, wer, was und wenn ja, wieviele?
Quelle: trekmash.co.uk
Seit Anfang 2016 laufen die Planungen für die siebte Star Trek Serie, während der ComicCon 2016 in San Diego bekam das Kind einen Namen und einen ersten Teaser. 
Der Name: Star Trek Discovery, kurz STD. Der deutsche Zuschauer wird sich denken "Okay, eingängig". Der englisch sprechende Zuschauer zuckt zusammen. STD steht nämlich eigentlich für "sexually transmitted desease", also Geschlechtskrankheit. *Autsch*! Nicht unbedingt eine gewünschte Assoziation. Eigentlich lautet die Kennung der Serie DSC, so wie die offizielle Bezeichnung von Star Trek Voyager ja auch VOY lautet.


CBS: Der TV-Sender aller Star Trek Serien im amerikanischen Fernsehen. Hier wird auch die erste Episode zu sehen sein, bevor die übrigen Folgen (insgesamt 13 in der ersten Staffel) nur noch digital bei CBS All Access verfügbar sein werden. Da CBS All Access nur für amerikanische Zuschauer verfügbar ist, springt für den Rest der Welt Netflix in die Bresche (*sehr lieb von ihnen*), angeblich bereits 24h nach Erstveröffentlichung auf CBS All Access. Ob die Serie dann auch schon synchronisiert ist, darf bezweifelt werden. Interessant dürfte die Veröffentlichung jenseits der gewohnten Fernsehstationen für die Freizügigkeit der Serie sein. Da All Access ein Abosender ist wie HBO, unterliegt die Serie werder bei der Laufzeit noch dem Jugendschutz den üblichen Auflagen. Da keine Werbepausen vorgesehen sind, muss der Handlungsbogen nicht alle 10 min einen Mini-Cliffhanger einbauen. Die Macher haben bereits bestätigt, dass auch mal nackte Tatsachen gezeigt werden dürfen, wenn es der Handlung dient.



Der Starttermin: Hat sich bereits mehrmals verschoben. Ursprünglich für Januar 2017 vorgesehen, wurde er im September 2016 in den Mai 2017 verschoben. Damals berief man sich auf den Wechsel an der Produzentenspitze (siehe unten). Doch wenige Monate später, am 18. Januar 2017 wurde bekannt geben, dass der Starttermin im Mai nicht gehalten werden kann. Ein neuer Termin wurde gleichzeitig aber nicht genannt! "Besser fertig als schnell fertig" soll die Serie sein... Durch die Online-Veröffentlichung hat man bei CBS mehr Flexibilität, aber wie hoch werden die Downloadzahlen (aka. die Zuschauerquote) wohl sein, wenn das Zielpublikum gerade im Sommerurlaub ist?

Quelle: imdb.com
Bryan Fuller: Ist als Produzent bereits wieder raus aus dem Spiel. Dass er Star Trek "kann" hat er bereits bewiesen als Autor für DS9 ("Empok Nor" kam aus seiner Feder) und Co-Produzent von VOY. Skuril kann er auch, wie er durch "Dead like me" und "Hannibal" bewies. Für DSC sollte er als Showrunner fungieren und hat auch die ersten zwei Scripts geschrieben. Aber auch er kann sich nicht teilen - denn zusätzlich ist er aktuell in der gleichen Rolle für die Serie American Gods unterwegs. Nach einem Buch von Neil Gaiman ist die Veröffentlichung ebenfalls im Frühjahr 2017 geplant. Die Doppelrolle war zuviel, also einigten sich Fuller und CBS im Oktober 2016 darauf, dass er nur noch als ausführender Produzent fungiert.
 Unbestätigten Gerüchten zufolge ist auch dieser Posten nur noch "ehrenhalber".


Nicholas Meyer: So beunruhigend die Kontroverse um Bryan Fuller ist, umso beruhigender ist die Mitwirkung von Nicholas Meyer an der Produktion. Der 62-jährige führte schließlich Regie bei Star Trek II - Der Fluch des Khan und Star Trek IV - Das unentdeckte Land. (Dass er am fünften Teil mitgeschrieben hat können wir ihm an dieser Stelle verzeihen, oder?) 
Meyer ist ebenfalls Produzent von DSC und einer der Autoren.



Gretchen Berg and Aaron Harberts: Sie übernhemen für Bryan Fuller. Beide haben bereits mit Fuller an "Pushing Daisies" gearbeitet. Und mit der Unterstützung von Akiva Goldsman - einem sehr erfahrenen Drehbuchschreiber und Produzenten - kann eigentlich nichts mehr schiefgehen...hoffentlich.

 
Die Darsteller: Als erste Darstellerin wurde Michelle Yeoh verpflichtet. Bekannt geworden durch Crouching Tiger, Hidden dragon kennen wir sie auch als Bondgirl in Der Morgen stirbt nie. Aber die Hauptrolle spielt sie nicht.
Quelle: imdb.com
Dafür wurde *shocking news* eine afroamerikanische Frau gefunden. Sonequa Martin-Green soll einen Lieutenant-Commander namens Rainsford spielen. Inspiration für die Rolle fand Byran Fuller in der US Astronatin Mae Jamison, wie er in einem Interview während der Comic-Con 2016 verlauten ließ.
Weitere Rollen werden von Anthony Rapp, Chris Obi, Shazad Latif, and Mary Chieffo und Doug Jones verkörpert.
Das neueste Crewmitglied ist James Frain. Seine Mitarbeit wurde zusammen mit dem erneut verschobenen Starttermin bekannt gegeben. Sein Charakter dürfte uns allen bekannt sein: Er spielt Sarek, den Vater von Spock.



Die Zeitlinie: Star Trek Discovery soll 10 Jahre vor STO spielen. Aber was genau Inahlt der Serie sein soll wissen wir noch nicht. Wir wissen nur, was es nicht wird: Es wird weder Axanar, noch Kobayashi Maru oder Sektion 31.


Drehort: Star Trek wird zum ersten Mal nicht in Hollywood gedreht. Die Produktionskosten sind bekanntermaßen in Kanada deutlich günstiger, also hat man sich für Toronto entschieden. Dass Bryan Fullers andere Serie American Gods auch in Toronto gedreht wird, dürfte während der Planungsphase in die Entscheidung eingeflossen sein. Wie bereits am Anfang des Beitrages erwähnt, ist genau heute Drehstart in den Pinewood Studios Toronto. Gedreht werden soll bis zum 7. September 2017 unter dem Codenamen "Green Harvest".


Soweit ein erster Überblick über die nächste Star Trek Serie. Mir fallen aber jetzt schon fünf weitere Themenfelder ein *dieses Raumschiffdesign, bähh*, freut euch also auf bald mehr.
Was erhofft ihr euch von DSC? Welche Story könnte die Serie eurer Meinung nach haben? Verratet es mir in den Kommentaren.



Live long and prosper
Eure Miri


Anm: Titel wurde geändert wg Verwechslungsgefahr mit der aktuellen Ausstellung in der Deutschen Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen.

Sonntag, 22. Januar 2017

Video zu Star Trek Discovery

Unsere ureigenste Tafelrunden-Videoblogerin Sarah Ricarda hat einen Beitrag zu neuen Star Trek Serie eingesprochen. Viel Spaß bei Kucken und freut euch schon mal auf Dienstag - dann geht unsere Blogberichterstattung auf Warpgeschwindigkeit.


LLAP