Donnerstag, 23. November 2017

XL-Edition Nr.4: Enterprise NX-01

 

Einleitung

Als 2001 die Serie "Star Trek: Enterprise" startete, erhoffte man sich mit ihr dem Franchise neues Leben einzuhauchen. Doch leider waren die Abenteuer von Captain Archer und dem ersten Tiefenraumschiff der Erde und das Zeitalter, das einhundertdreizehn Jahre vor Captain Kirk spielt, schon von Anfang an nicht sehr beliebt bei den Fans.
Größtenteils lag das an der Entscheidung der Produzenten, mit dieser Serie eine Art Prequel darzustellen, die also die absolute Vorgeschichte des Star Trek-Universums erzählen sollte. Schritt für Schritt gelang das der Serie auch, aber da die ersten beiden Staffeln eher mittelmäßig ausfielen, wurden so schon etliche Zuschauer vergrault. Um dem Publikum etwas spannenderes zu bieten entschloss man sich, dass die dritte Staffel sich mit einem Konflikt beschäftigen sollte und die Enterprise-Crew in den Krieg hineingezogen wurde, um die Erde vor der Zerstörung zu bewahren. Die Serie wurde düsterer und auch etwas brutaler und erst mit der vierten Staffel wurden endlich Vorgeschichten zu bereits bekannten Star Trek-Handlungen erzählt. Beste Beispiele sind jene Handlungbögen, in denen gezeigt wurde, wie aus den Vulkaniern endlich ein komplett friedfertiges Volk wurde oder wieso die Klingonen zu Kirks Zeiten so menschlich aussehen. Das wichtigste ist aber die erste Zusammenarbeit der Völker, die später gemeinsam die Föderation der Planeten gründen sollten.
Es sollte auch eine fünfte Staffel geben, die sich mit dem Irdisch-Romulanischen Krieg befassen sollte, aber leider wurde "Enterprise" dann doch wegen zu geringer Einschaltquoten eingestellt.
Eigentlich sehr schade, den es gab doch mitunter Zuschauer die durchaus begeistert von der Serie waren und die Absetzung mehr als nur bedauerten. 

Diese Enterprise war die erste, die im Pilotfilm direkt vom Stapel lief. (Bild: Memory Alpha)
Die Crew der NX-01. (Bild: Memory Alpha)

Das Modell

Mit der XL-Version gibt es mittlerweile vier Inkarnationen der Enterprise NX-01. Die erste war das Standardmodell aus Ausgabe 3. Dann folge noch die Variante aus dem Spiegeluniversum und als Sondermodell eine Version, wie das Schiff in der geplanten fünften Staffel hätte aussehen sollen.
Die aktuelle Version der Enterprise dürfte auch wohl die letzte von Eaglemoss sein und, wie es der Titel verrät, auch die größte. Denn was diese angeht, ist das XL-Modell fast dreimal so groß wie das aus Ausgabe drei und doppelt so groß wie die Refit-Version.
Das Modell besteht natürlich größtenteils aus Metall. Lediglich die Warpgondeln sind aus Kunststoff und sind mit den roten und blauen Klarteilen genauso gestaltet wie die bei den kleineren Modellen. 
Besonders schön anzusehen ist der metalische Grundton, mit dem das Modell lackiert wurde und selbstverständlich fehlt auch das Aztec-Muster nicht. 
Leider gibt es auch einige Kritikpunkte. So hätte man doch bei dieser Größe die Impulsantriebe mit Klarteilen darstellen können. Sämtliche Fenster sind zwar vorhanden, aber wurden auch bei diesem Modell diese nicht ausgemalt und ein besonderes Fenster fehlt komplett:
Das von Captain Archers Bereitschaftsraum.
Die wohl größte Enttäuschung ist schon wieder der Hauptdeflektor. Wieso fällt es Eagelmoss so schwer bei Modellen der NX-Klasse diesen ansehnlich zu gestalten?
Dieses kümmerliche Teil da am Bug hätte man bei dieser XL-Version doch deutlich besser umsetzten können.


So gut wie alle Fenster sind vorhanden, aber nicht ausgemalt.
 
Der Deflektor ist mal wieder ein Armutszeugnis.


Auch die Impulsantriebe hätte man bessert darstellen können.

Immerhin haben die Gondeln gute Klarteile erhalten.



Die Halterung

Auch hier wird das hintere Ende der Untertasse in die Halterung geschoben. Aber bei dieser Version sitzt das Modell ziemlich locker und kann sehr leicht hinausfallen.





Ein Vergleich

Besonders hier lohnt es sich die Versionen der Enterprise mal zusammenzustellen. Dabei ist die XL-Version das größte Modell der NX-Reihe.



Begleitheft

Das Begleitheft beschäftigt sich im ersten Artikel damit, wie die Serie entwickelt wurde. Man erfährt z.B. den Grund warum die Serie futuristischer aussah, als die erste Star Trek Serie. Man wollte es möglichst "cool" aussehen lassen, um heutige Zuschauer zufrieden zu stellen. Gleichzeitig versuchte man aber auch ein Retro-Design zu schaffen.
Die folgenden Seiten befassen sich mit den Hautcharakteren der Enterprise. Der letzte Artikel informiert den Leser über technische Details der Serie. So war dies die erste Star Trek Serie in der alle Schiffe und Weltraumszenen am Computer erschaffen wurden, denn hier wurden keinerlei Studiomodelle mehr verwendet.

 

Spezifikationen

 

Daten zum Modell

 

L x B: ca. 220 mm x 128 mm
Höhe mit Stand: ca 70 mm
Material: Kunststoff und Metall
Hersteller: Eaglemoss Collections 2017


Bewertung und Fazit

Einerseits ein cooles Modell der NX-01 im Großformat, aber andererseits bedient es die selben Kritikpunkte wie die schon vorhandenen Versionen. Eigentlich sehr schade, denn ohne diese wäre dieses Modell ein Highlight.







Montag, 20. November 2017

XL-Edition Nr.2: U.S.S. Enterprise NCC-1701-D

Einleitung

Seit fünfhundert Jahren wurde jedes Schiff, das den Namen Enterprise trug, zur Legende. Bei diesem ist es nicht anders.“
Dieses Zitat stammt aus der TNG-Episode "Wem gehört Data?" und scheint sich, wohl auch unbewusst auf die ganze Serie "The Next Generation" zu beziehen. Redet man heute von der Vorgängerserie "Star Trek", oder umgangssprachlich einfach als "die Originalserie", bezeichnet, wird diese als der Star Trek-Klassiker schlechthin bezeichnet. Aber mittlerweile kann man den Nachfolger wohl auch in diese Sparte schieben. "The Next Generation" hatte seine Ur-Premiere 1987, was schon mittlerweile über dreißig Jahre her ist. Hauptprotagonist dieser Serie ist natürlich die Enterprise-D, die das erste hochmoderne Raumschiff nach Captain Kirks Enterprise darstellt. 'Groß' und 'sehr elegant' beschreiben dieses Schiff recht simpel, das aus der Ideenschmiede des Designer Andrew Probert stammt. Legendär ist wohl auch bis heute die Idee mit der Autoseparation der Untertassensektion, die aus der Enterprise-D zwei Schiffe macht.
Ich glaube es tat vielen Trekkies in der Seele weh mit anzusehen, wie dieses Schiff, das die Fans in sieben Staffeln TNG mitbegleitete, im Film „Treffen der Generationen“ zerstört wurde. Aber dafür trat an seiner Stelle ein Nachfolger, der in Sachen Größe und Eleganz genau diese Eigenschaften erfolgreich fortsetze.

Die Enterprise, im Jahr 2364, kurz vor dem Start zu ihrer ersten Mission. (Bild: Memory Alpha)

Sieben Jahre später wird das Flaggschiff der Sternenflotte schließlich zerstört. (Bild: Memory Alpha)

Das Modell 

Seien wir mal ehrlich: Das schon fast perfekte Modell der Enterprise-D aus Ausgabe 1 war für viele schon der Anreiz schlechthin die Reihe fortzusetzten und die Schiffe zu sammeln. Allein dieser Begeisterung verdanken wir heute dieses große XL-Modell der D. 
Wie das kleine Modell besteht auch das große aus zwei Materialien. Antriebssektion und Warpgondeln aus Kunststoff, die Untertasse aus Metall.
Im Unterschied zur Version aus Ausgabe eins hat man sich beim XL-Modell für eine andere Farbgebung entschieden; war die eine in einem hellgrauen Grundton lackiert, verwendete man für das Großmodell einen hellblauen, ähnlich der Nebula-Klasse. Was auch auffällt ist das optisch deutlich hervortretende Aztec-Muster auf der Hülle. Durch die Größe des Modells lässt sich eine enorme Detailvielfalt darstellen, die das Modell einfach nur zu einem optischen Highlight macht. Angefangen mit den hunderten aufgedruckten Fensterreihen, über die zweifarbige Registrierung bis hin zum Sternenflottenlogo.
Kritisieren könnte man lediglich, das der Hauptdeflektor nicht mit einem Klarteil dargestellt wird. Aber wozu auch?
So wie er hier gestaltet wird, naja, das geht schon in Ordnung. Und ich glaube eine zweifarbige Deflektorscheibe wäre mit einem Klarteil auch nicht möglich, sondern einfach nur trostlos blau. Zum Vergleich sollte man sich das so vorstellen wie bei den Modellen der Enterprise (2009) und der USS Kelvin. Nichtsdestotrotz hätte Eaglemoss den Deflektorbereich besser darstellen können. Wie es besser hätte aussehen können zeige ich am Ende des Beitrags😉.
Apropos Klarteile, natürlich hat das Modell welche. Die Bussardkollektoren und der Impulsantrieb der Antriebssektion in Rot und die Warpfeldgitter natürlich in Blau. Aber warum gibt es keine Klarteile für die Impulsmotoren der Untertasse?
Das wäre schon allein deshalb nicht gegangen, weil der Diskus aus Metall gegossen ist.

Alle Fensterreihen, Aztekmuster, und Beschriftung wurden sehr gut umgesetzt.

Kein Klarteil beim Hauptdeflektor. Ist zwar nicht schlimm, hätte aber besser aussehen können.

Klarteile wurden aber dafür bei den Warpgondeln und dem Hauptimpulsantrieb verwendet.

Die Halterung

Man könnte sagen, das diese ebenfalls eine XL-Version der Halterung für das kleinere Modell darstellt. Einziger Unterschied: Um das Gleichgewicht zu halten hat die Halterung für das Großmodell ein Podest mit der Öffnung ganz hinten.



Ein Vergleich

Auch hier lohnt es sich die beiden Versionen mal nebeneinander zu stellen.

Schon beachtlich der Größenunterschied.

Begleitheft

Der erste Artikel berichtet von den  Anfängen der zweiten Star Trek-Serie "The Next Generation", die mit der Episode "Der Mächtige" am 28. September 1987 ihre Premiere hatte. Der Leser erfährt z.B. wie die Kulissen und die vielen Requisiten entstanden sind. Angefangen über die Brücke, das Holodeck, den Handphasern, den Kommunikatorpins, die Uniformen und den Tricordern. Es war die erste Star Trek-Serie mit einem Budget, die eine besondere Liebe zum Detail zuließ. Bis zu ihrem Ende wurde diese Enterprise immer durch ein Studiomodell dargestellt. Selbst der spektakuläre Absturz der Untertasse wurde mit einem riesigen Modell gefilmt, das extra für diese Szenen angefertigt wurde. Die letzten Seiten befassen sich mit einem Dossier über die Hauptcharakter der Serie.


Das Untertassenmodell, das zum Filmen des Absturzes benutzt wurde. (Bild: Memory Alpha)

Spezifikationen

 

Daten zum Modell

 

L x B: ca. 220 mm x 159 mm
Höhe mit Stand: ca 93 mm
Material: Kunststoff und Metall
Hersteller: Eaglemoss Collections 2017


Bewertung und Fazit


TNG-Fans, die ein gutes Modell der Enterprise-D suchen, werden mit dem XL-Modell nicht enttäuscht werden.




Nachtrag


Apropos Deflektor, ich kam doch nicht drumherum zu versuchen diesen doch besser zu gestalten. Mit den farben "holzbraun, dunkel" und "lichtblau" wurde der Hauptdeflektor meines Modells neu bemalt.

Die Vorlage. (Bild: Memory Alpha)

Und das Modell nach dem Bemalen.


Freitag, 17. November 2017

Eaglemoss Nr.71: Klingonisches Transportschiff


Einleitung

Wenn es in "Star Trek: Enterprise" eine Spezies gibt, die hier die wohl vielseitigste Flotte betreiben, dann sind es die Klingonen. Angefangen mit der Raptor-Klasse, dem ersten Modell eines Bird-of-Prey, einem Deuteriumtanker und der D5-Klasse. Eine weitere Neuheit ist ein Transportschiff, das mit seiner Hufeisenform eine Kuriosität darstellt. Der Transporter ist aber ebenfalls ein zähes Raumschiff, das über eine starke Hüllenpanzerung und vier Disruptorkanonen verfügt.
Im Jahr 2153 bekommt Captain Goroth vom Hohen Rat den Auftrag, den im Jahr zuvor von Rura Penthe geflohenen Captain Archer wieder einzufangen.
Um die Chancen zu erhöhen, wird auf Archer ein Kopfgeld ausgesetzt und der erste, der schließlich die Enterprise ausfindig macht, ist der Tellarit Skalaar. Durch eine List gelingt es ihm an der Enterprise anzudocken und den Captain zu entführen.
Was folgt, ist eine wilde Verfolgungsjagd durch weitere Kopfgeldjäger und natürlich durch die Enterprise-Crew, die ihren Captain wiederhaben will. Auch wenn zu der Zeit ihr erster Offizier mit anderen Problemen zu kämpfen hat.
Am Ende trifft sich Skalaar mit Goroths Transportschiff und wird natürlich um seine abgemachte Belohnung betrogen, was den Tellariten dazu veranlasst Archer bei der Flucht zu helfen, indem er ihm ein Werkzeug gibt, mit dem er seine Handschellen und auch die Zellentür öffnen kann. Archer schießt sich anschließend den Weg zu den Rettungskapseln frei und schaft es so von Bord zu kommen. Fast währe es eine kurze Flucht geworden, den natürlich wendet Goroth sein Schiff, um die Kapsel wieder zu bergen, wäre in dem Moment die Enterprise nicht dazugekommen. Interessanterweise ist der klingonische Transporter nicht in der Lage mit dem Sternenflottenschiff fertig zu werden, so dass diese den Transporter schnell kampfunfähig machen kann.

Goroths Schiff (Bild: Memory Alpha)

Das Modell

Dieses kommt mit einer gut gewählten Größe daher und es ist schon auffällig, dass einige Modelle aus ENT einen abweichenden Maßstab aufweisen, als Schiffe aus anderen Themenbereichen. Von daher ist das Modell des Transportschiffes sehr gut gelungen und zeigt die Details der Filmvorlage. Angefangen mit den vielen Oberflächenstrukturen, dem mehrfarbigen klingonischem Abzeichen und sogar an die Luken der Rettungskapseln an der Unterseite hat man gedacht. Endlich wurden mal wieder Klarteile für die Darstellung des Warpantriebes verwendet, obwohl diese etwas zu trüb geraten sind und nicht diese grüne Glühen nachbilden, das man vom CGI-Modell her kennt. Leider wurden die Impulsantriebe wieder nur mit roter Farbe angedeutet - da hätte man doch eigentlich auch Klarteile verwenden können - aber naja, man kann nicht alles haben.
Natürlich besteht auch dieses Modell aus dem üblichen Materialienmix. Oberseite aus Metall und Unterseite aus Kunststoff.

Sogar an eine feine Nachbildung der Rettungskapselluken hat man gedacht.
Endlich wieder ein Klarteil bei den Warptriebwerken. Nur etwas mehr Grün hätte nicht geschadet.

Die Halterung

Die ist mal wieder was kreatives, den der untere Teil des Hecks wird in die Halteklammern eingerastet, die das Modell stabil tragen.

Begleitheft

 Nach der Vorstellung folgt natürlich das Schiffsprofil und im Anschluss eine zweiseitige Dokumentation über die Entstehung des Transportschiffes, das natürlich aus der Feder des Designers John Eaves stammt. Die letzten sechs Seiten beschäftigen sich mit den bekanntesten Aliens des Star Trek-Universums und die Bedeutung ihrer Auftritte in den Handlungen der entsprechenden Episoden.


Spezifikationen

 

Daten zum Modell

 

L x B: ca. 124 mm x 90 mm
Höhe mit Stand: ca 69 mm
Material: Kunststoff und Metall
Hersteller: Eaglemoss Collections 2017


Bewertung und Fazit 

Gut umgesetzte Miniatur des klingonischen Transportschiffes, das in die Sammlung eines jeden Klingonenfans gehört.