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Donnerstag, 4. Mai 2017

Die Tafelrunde empfiehlt: Things to Come


Seit der Star-Trek-Ausstellung 2011 in Potsdam-Babelsberg, den gelegentlichen Stippvisiten Martin Netters und natürlich der Mini-Ausstellung in Eberswalde gab es in der Region Berlin-Brandenburg lange Zeit keine so spannende, sehenswerte und vor allem gut aufgearbeitete museale Schau zum Thema: Bei der "Things to Come" in der deutschen Kinemathek am Potsdamer Platz in Berlin.


Die Ausstellung. Zugegeben; nicht alles auf den vier Ebenen von "Things to Come" dreht sich allein um Star Trek. Es handelt sich stattdessen um einen ganz generellen Blick auf die aktuelle Science-Fiction, die Science Fiction vergangener Tage und natürlich die damit verbundenen Sichtweisen auf die Zukunft, jenes unentdeckte Land, um das sich das gesamte Genre so beständig dreht.


So sieht man eben Requisiten, Filmschnipsel oder Artwork aus Filmen wie "Der schweigende Stern", "Alien", "Enemy Mine",  oder "Mars Attacks!". Und immer wieder dazwischen: Star Trek: Angefangen von Kostümen aus dem elften Kinofilm, über Szenenbilder aus "Star Trek – Der Film" bis hin zu den Köpfen aus der Zeitreise-Sequenz des vierten Kinofilmes (uvm.).


Unbedingt einpacken sollte man sich allerdings etwas Zeit, denn auch wenn man die einzelnen Etagen fraglos in zügigem Tempo durchlaufen kann, lohnt es sich schon, die verschiedenen Video-Einspieler ausführlich zu betrachten (z.B. gemütlich liegend), mit denen die Ausstellungsmacher auf bestimmte Thematiken (wie Wohnen in der Zukunft, Außerirdische oder Transport in der Zukunft) näher eingehen wollen.


Das Veranstaltungsprogramm. In seiner Laufzeit bot das Museum neben der Ausstellung auch einige lohnenswerte Vorträge im Konferenzraum des Gebäudes an. Wir hatten das unglaubliche Glück, eine Tafelrundenaußenmission zu einer dieser Gelegenheiten zusammenstellen zu können. So saßen Manu, Miri, K’olbasa und Turon47 gemeinsam vor dem Musiker Frieder Butzmann, der einmal genauer unter die Lupe nahm, was auf den 'Visitenkarten der Menschheit', den berühmten "Voyager Golden Records" gespeichert war, die beide seit 1977 im All als Botschafter der Menschheit unterwegs sind.


Das Ganze war durchaus unterhaltsam. Zum einen, weil das Thema interessant, interessiert und mit ansteckender Freude von einem musikalisch versierten Referenten präsentiert wurde. Zum anderen, weil er sich dabei unterhaltsam den Grundregeln der Vortragskunst verweigerte, Schwierigkeiten mit den Tabs seines Rechners hatte und vor allem Soundfiles während seiner weitschweifenden Ausführungen simultan weiter laufen ließ.
Dabei bewies er jedoch einen angenehmen Humor, einiges an Star-Trek-Fachwissen (auch wenn Voyager 6 leider nicht angesprochen wurde) und eine gewisse Originalität, so dass der Großteil des Außenteams die Veranstaltung gut unterhalten verließ.


Das Zeitfenster. Um sich die Ausstellung noch anzusehen, muss sich der geneigte Zuschauer inzwischen aber schon beeilen, denn die Heiligen Hallen der Kinemathek sind für diese Ausstellung zwar länger als geplant geöffnet, doch das Zeitfenster schließt sich innerhalb der nächsten zehn Tage. Am Sonntag den 14. Mai 2017 wird der finale Ausstellungstag anstehen und die Tafelrunde empfiehlt allen, die es noch nicht geschafft haben unbedingt, dieses Kleinod der Science Fiction im Allgemeinen und Star Trek im Speziellen anzusehen – so lange noch Zeit dafür ist…
Für mehr Informationen empfehlen wir außerdem unsere Kollegen von "Sie reden", die "Things to Come" so kurz vor Toreschluss ebenfalls einen Kurzbesuch abstatteten.


Denkwürdige Zitate.

"Letztlich bin ich nur ein Amateur, der seiner Leidenschaft frönt."
Frieder Butzmann

"Hier ist ein Pulsar, dort ist ein Pulsar. Überall sind Pulsare!"
Frieder Butzmann


Sonntag, 13. Dezember 2015

Zitt Zitt Hurra

Alle Jahre wieder werden die Tage kürzer, fallen die Blätter von den Bäumen und kommt Hubert Zitt an die Beuth-Hochschule für Technik nach Berlin (die Tafelrunde berichtete aus den Jahren 2013 und 2014)
Der Saal war gut gefüllt
In diesem Jahr war es am 26.11. so weit und es ging um „Wieviel Einstein steckt in Star Trek“.
Wer bei der letztjährigen Weihnachtsvorlesung in Zweibrücken nach dem Gastbeitrag unseres hochgeschätzten Turon weiter zugehört hat, dem wird das Thema arg bekannt vorkommen. Aber der Charme eines Zitt-Vortrages geht selbst beim zweiten Zuhören nicht verloren!
Selbst der Berliner Kurier titelte im Vorfeld „Vergesst Captain Kirk, hier kommt Captain Zitt
Während wir von Kirk...nur einen merkwürdigen...Sprechrhythmus lernen...konnten, lehrt uns Zitt, dass die Physik in Star Trek nicht zwangsläufig gegen die Theorien von Einstein läuft!
Denn die allg. Relativitätstheorie läßt durchaus Technologien wie den Warpantrieb, die Schutzschilde und künstliche Schwerkraft zu.

 
Doch wie immer sind einem Vortrag von Prof. Zitt zu lauschen und den Inhalt desselben wiederzugeben zwei vollkommen verschiedene Dinge. Deshalb kann ich hier natürlich nur Bruchstücke wiederholen. Am interessantesten fand ich die Ideen zur Warpblase: Ein Raumschiff erzeugt zum Warpflug eine Blase um sich herum. Diese krümmt den Raum ähnlich wie ein sehr viel schwerere Körper (z.B. eine Sonne), so dass jedes auf seinem Weg liegende Objekt - auch Licht - darum herum geleitet wird. Auf ähnliche Weise würde auch eine Tarnvorrichtung funktionieren. Fun Fact hierbei: Im Inneren der Blase säße man total im Dunkeln! Da das Licht um das Raumschiff herumgeleitet wird dringt auch kein Licht an die Fenster und Sensoren des Raumschiffes selbst. Dass die Romulaner dabei nicht mal in irgendwas reingeflogen sind...
Nur Backrezepte sind komplizierter
Mit einigen Teilen des Vortrages von Prof. Zitt war dann selbst das auf Hochglanz polierte Powerpoint überfordert: Diese Folie ging noch ein wenig so weiter.
In zumindest einer Sache ist sich die heutige Wissenschaft mit Star Trek einig: Antimaterie ist möglich. In 2011 gelang die Lagerung in einer magnetischen Kapsel für stolze 1000 Sekunden. Warum dann allerdings ausgerechnet Dilithiumkristalle die Antimaterie – die eigentlich bei jedwedem Kontakt mit normaler Materie zerstört wird – in die richtige Bahn lenken können? Da war dann selbst Prof. Zitt wieder am Ende der Logik.
Wer sich jetzt ärgert, dass er in der Beuth Hochschule dieses Jahr nicht dabei sein konnte, für den (und alle anderen natürlich) wartet schon die nächste Gelegenheit:

http://startrekvorlesung.fh-kl.de/?reload=true

Am kommenden Dienstag, 15.12. 2015 findet die alljährliche Weihnachtsvorlesung an der Hochschule Zweibrücken statt. Zwar diesmal ohne Unterstützung durch die Tafelrunde, aber wohl wieder mit dem Experten für die klingonische Sprache Lieven Litaer. 
Das Thema lautet "Die Zukunft aus Zurück in die Zukunft ist jetzt". Im Livestream ist das Ganze ab 19Uhr empfangbar. Also ich werde dabei vermutlich wieder Plätzchen backen :-)
Vertreter der Tafelrunde waren anwesend

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Keine deutsche Version von Star Trek Attack Wing

Liebe Hobby-Schiffscaptains und andere Bruchpiloten,

für alle diejenigen von euch, die auf eine deutsche Version von Star Trek Attack Wing (STAW) warten, gibt es heute eine ernüchternde Nachricht: Asmodee Deutschland hat gestern (30.09.2015) per Facebook verkündet, dass es die Arbeiten an der deutschen STAW-Umsetzung eingestellt hat.

Asmodee Deutschland gab am 30. September 2015 über Facebook bekannt, dass es keine deutsche STAW-Umsetzung geben wird.
Hintergrund dieser Entscheidung sind wahrscheinlich Differenzen zwischen Asmodee Deutschland und Wizkids (USA). Details sind nicht bekannt. In der Community wird jedoch gemunkelt, dass die Preisvorstellungen auseinander gingen und Asmodee Deutschland zuviel für die STAW-Produkte hätte verlangen müssen, um die Bedingungen von Wizkids zu erfüllen. Aber das sind nur Spekulationen...

Asmodee Deutschland stellt jedoch als kleine Entschädigung die bereits erstellten deutschen Regeln kostenlos als PDF-Download bereit. Die Karten zu den Schiffen und alle weiteren Texte werden jedoch weiterhin nur englisch erwerbbar sein.

Das deutsche Regelwerk kann kostenlos bei Asmodee Deutschland runtergeladen werden.
Derzeit gibt es wilde Spekulationen was das für den weiteren Erwerb von STAW-Artikeln bedeuten wird. Da bisher nicht bekannt ist ob neben der deutschen Übersetzung auch die Distribution des englischen STAW in Deutschland leiden wird, gebe ich darauf erstmal nicht viel. Viele Läden und Spieler haben ihre Artikel ohnehin direkt aus dem Ausland bezogen. Daher wird meines Erachtens erstmal alles beim Alten bleiben - evtl. abgesehen von einer Preiserhöhung.

Wir kamen auf unseren STAW-Spielevents glücklicherweise immer sehr gut mit dem englischen Material zurecht. Eingefleischte Trekkies kennen dank englischem Star Trek-Vokabular ohnehin schon die meisten Begriffe und den Rest lernt man auch ohne ausgereifte Englischkenntnisse sehr schnell. 

Wir erklären die Regeln aber gerne und geduldig jedem Neuling auf deutsch, schaut also einfach mal bei einem unserer Spielevents vorbei. Der nächste Event findet am kommenden Sonntag, den 04. Oktober 2015 ab 15 Uhr im Level 76 statt...

Freitag, 18. September 2015

STAW-Event "Déjà-Q" am kommenden Sonntag

Liebe Hobby-Schiffscaptains und andere Bruchpiloten,

am kommenden Sonntag, den 20. September gibt es für STAW-Begeisterte die Gelegenheit dem ersten Organized Play (OP)-Event im Level 76 beizuwohnen. 13 Uhr geht es los und bis 16 Uhr sind wir sicher aktiv.

OP-Events werden vom STAW-Anbieter Wizkids in regelmäßigen Abständen angeboten. Das Format ähnelt einem Turnier. Aufgrund unserer entspannten und spaßorientierten Spieler rede ich aber lieber von einem "Spielevent". Es wird eine bestimmte Mission dreimal gegen jeweils wechselnde Gegner gespielt. Je nach Spielerfolg gibt es Punkte. Wer am Ende der drei Spiele die meisten Punkte hat, gewinnt den Event und kann sich über einen OP-exklusiven Preis freuen. Zudem geht jeder Spieler mit einem Teilnehmerpreis nach Hause, so dass niemand leer ausgeht.

Am Sonntag spielen wir eine Mission aus der OP-Reihe The Q-Continuum, bei der sich also alles um die übermächtigen Q dreht. Diesmal wird die TNG-Episode Déjà Q thematisiert: Der Mond des Planeten Bre'el IV droht auf den Planeten zu stürzen und die Enterprise-D muss dies verhindern. Dabei wird sie zudem durch Q gestört/unterstützt. Diese Episode wird durch eine passende STAW-Mission aufgegriffen. Die Spieler müssen den Mond stabilisieren, dabei ein von Q "gestörtes" Schiff einsetzen und den Beschuss des Gegners überleben. Das wird ein Spaß! :-)

Jeder Spieler hat Schiffe im Gesamtwert von 120 Punkten dabei. Das ergibt etwa drei durchschnittlich mächtige Schiffe auf jeder Seite. Zu gewinnen gibt es den klingonischen Bird-of-Prey IKS Korinar und der Teilnehmerpreis ist die Ressourcenkarte Damage Control Team.

Preise des OP-Events: Jeder erhält die Ressourcen-Karte und der Sieger zudem den Bird-of-Prey.

Wenn ihr Lust habt kommt gerne vorbei und schaut euch das Vergnügen an. Ihr könnt auch gerne direkt mitspielen wenn - so wie derzeit - noch Platz ist. Weitere Informationen findet ihr im passenden Facebook-Event.

Mittwoch, 9. September 2015

Konzert von Eolomea beim Vogelscheuchenfest Altlandsberg

Liebe Freunde der Tafelrunde,

Heute berichte ich Euch vom Auftritt unseres Miltan Klingenberg beim Vogelscheuchenfest
in Altlandsberg. Viele von uns wissen, dass er Lieder schreibt, die zu Herzen gehen.

Er will mit "Lena Grün" aus dem "Alltagstrott" ausbrechen und deckt in dem Song "Nie Dein Herz" auf, dass viele Menschen einen Lebensweg gehen, der nicht ihren inneren Leidenschaften entspricht. In "Planänderung" zeigt er die Schwierigkeiten auf, die entstehen, wenn einer aus der Beziehung ausbricht und seine Lebensplanung ändert.
In jedem Lied fühlt der Hörer, dass diese Lieder von wirklichen Lebenserfahrungen erzählen. Das innere Kind erwacht, wenn in "Lichter von einst" über vergangene Zeiten sinniert wird und wenn zu guter letzt das Staunen, Wundern und Freuen über den Verlauf der Zeit im Lied "Was geht,was kommt,was bleibt" beschrieben wird, hat man innerhalb einer knappen Stunde Gefühlswelten eines ganzen Lebens durchlebt.

Danke - Eolomea/ Miltan - für diese emotionale Erfahrung, die die Menschen von heute berührt und sicher auch die Menschen der Zukunft berühren wird.

Eure Deeliah

Mittwoch, 2. September 2015

Auftritt von Miltan Klingenberg

Liebe Tafelrunden-Mitglieder,
Unser Miltan Klingenberg wird mit Band am Samstag, 05.09.2015, ab 13 Uhr sein Musikprojekt "Eolomea" auf dem Vogelscheuchenfest in Altlandsberg vorstellen.

Infos zum Vogelscheuchenfest:

Ich will Euch hier mehr über das Fest informieren:
Es beginnt um 11 h und ist eine Mischung aus ein wenig Rummel, verschiedenen Vorführungen
und musikalischen Vorträgen. Außerdem öffnen die "Wohnhöfe" ihre Pforten und man
kann dort von frischem Obst angefangen, über Keramik, Schmuck und Büchern
so ziemlich alles erstehen.
Das Konzert findet im Gutshaus in der Krummenseestraße 1, 15345 Altlandsberg statt.
Ich hoffe, Euch dort zu sehen!

Eure Deeliah

Mehr über Miltans Musikprojekt über www.band-salat.de

Samstag, 1. August 2015

Die STTafelrunde gratuliert den Potsdam Royals

Einer mittlerweile gar nicht mehr so neuen Tradition folgend besuchte die ST Tafelrunde das erste Heimspiel der Lokalmadatore der Potsdam Royals in der Rückrunde der GFL 2. GFL? Gut, für die nicht so American Football -Vertrauten hier die Erklärung: GFL steht einfach für German Football League, und die Potsdam Royals haben sich mittlerweile in dieser Liga gut behauptet, Platz 3 nach der Hinrunde war der Lohn.
Der Einzug der Gladiatoren!
Wer unseren Blog schon längere Zeit verfolgt wird sich erinnern, dass unser Turon47 in den letzten Jahren zum Superbowl jeweils eine sehr ausführlichrecherchierte Prognose zum Sieger abgab. Beim letzten Superbowl gab es dazu auch einen Expertentipp des Captains der Defense der Royals, Dennis Rösner, und er sollte am Ende Recht behalten.
Und nun starteten die Jungs mit einem Sieg in die Rückrunde. Wie schon in der Hinrunde (24:32) besiegten sie dabei die Bielefeld Bulldogs doch recht eindeutig mit 36 zu 7.
Glückwunsch!
Von Beginn an behielten die Royals dieses Mal den Überblick und brachten das Spiel sicher nach Hause. Zwischenzeitlich gab es sogar Spekulationen, ob die Bulldogs zu Null verlieren könnten. Das Spiel war dieses Mal von vielen Flaggen auf dem Platz und Verletzungen auf Bielefelder gekennzeichnet. Wir möchtenan dieser Stelle dem verletzten Bielefelder Spieler, der sogar ins Krankenhaus gebracht werden mußte, gute Besserung wünschen!
Der Captain der Defense präsentiert das Spielergebnis
Wer mal ein paar Begriffe des Football nachlesen möchte findet hier eine gute Begriffserklärung. Übrigens, dem Autor dieses Artikels ist es gelungen, ein Original Trikot der Potsdam Royals mit einer in Star Trek nicht ganz unbekannten Zahl zu ergattern!
47? 47!
Minions als Pausensnack
Sie konnte es dieses Mal nicht verhindern ;) Den weißen Hut trug ein anderer Schiri!

Mittwoch, 24. Juni 2015

Trailer zu Star Trek: Dark Horizon veröffentlicht

Nach dem Teaser vor zwei Monaten hat die Rollenspielgruppe der USS K'Ehleyr einen Trailer zu ihrem neuen Fanfilm Star Trek: Dark Horizon veröffentlicht. Dieses neue Kapitel führt die Besatzung rund um Commander Logan in ein neues Abenteuer gegen Spiegelbilder ihrer selbst.
Bildquelle, Trailer: Star Trek Dark Horizon

Dark Horizon - Der Kampf um Omega


Tom Jones, der Regisseur des Films, erzählte uns in einem Interview, dass in Star Trek: Dark Horizon eine neue Energiequelle eine gewichtige Rolle einnimmt. Diese Energiequelle ist das bekannte Omega Molekül aus Star Trek: Voyager und besitzt eine höchst instabile Eigenschaft. Aus diesem Grund gilt in der Sternenflotte die Omega Direktive, die eine sofortige Zerstörung des Moleküls verlangt und sämtliche Bestimmungen, darunter auch die Oberste Direktive, außer Kraft setzt. Die Crew der USS K'Ehleyr möchte Omega bergen und die Gefahr, die von ihm ausgeht, beseitigen. Doch neben der schon ohnehin großen Herrausforderung, sieht sich die Besatzung einer weiteren Bedrohung ausgesetzt, einer Gruppe Rebellen aus einem Paralelluniversum, die Omega als Druckmittel für ihre Eroberungspläne einsetzen und stehlen wollen. Wer wird das Rennen um Omega gewinnen? Der Startschuss fällt am 15. August 2015.



PS: Die Tafelrunde wird am 15. August 2015 bei der offiziellen Premierenfeier in Berlin anwesend sein. Wer sich dieser Außenmission anschließen möchte, melde sich bitte unter herman.darnell[at]gmail[dot]com , damit wir für Euch einen Platz reservieren können.

Samstag, 21. März 2015

Sternenbeobachtung auf dem Babelsberg

Vom regulären Dienst freigestellt, machte ich mich gestern Morgen im pedalbetriebenen Shuttle auf zu einer Ein-Mann-Mission. Das Ziel war der Forschungscampus Potsdam Babelsberg, denn das Leibniz Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) hatte zur Sonnenbeobachtung geladen.

Andrang vor dem Schwarzschildhaus des AIP
Vor fast genau einem Monat war die Tafelrunde schon einmal zu Gast bei den Potsdamer Astrophysikern und im Zuge des Vortrags zur Sonne, gehalten von H.Khan, erfuhr ich, dass es am 20. März eine partielle Sonnenfinsternis in Deutschland zu beobachten sein wird. Sofort wurden Erinnerungen an 1999 wach, als wir schon einmal in den Genuss eines solchen Naturereignisses gekommen waren. Damals war ich begeistert und so stand schnell fest, dass ich dieses Mal auch in den Himmel schauen werde.

Lochkamera Marke Eigenbau, man nehme einen Schuhkarton
 und macht mit einem Nagel ein kleines Loch in die Seite...
Zu 9:30 Uhr fand ich mich daher bewaffnet mit einer Lochkamera am AIP ein. Schnell wurde klar, dass das Interesse sehr hoch ist. Ca. 200 Menschen standen oder saßen vor dem Schwarzschildhaus und blickten gen Sonne. Die Forscher hatten sich dabei nicht lumpen lassen. Ein eiserner Vorrat von ca. 150 Schutzbrillen war ausgegeben worden, mit der Bitte versehen, zu teilen, so dass jeder das Spektakel auch einmal „direkt“ beobachten konnte. Daneben gab es zwei portable Teleskope, durch die man einen deutlich näheren Blick auf Sonne und Mond werfen konnte. Außerdem gab es noch zwei Solarscope, die ich allerdings erst gegen Ende der Sonnenfinsternis ansehen konnte, da sie vorher zu sehr unter Beschlag genommen waren.
... die Sonne wird dann verkleinert auf der gegenüberliegenden
Seite projeziert. Das is zwar klein, aber absolut ungefährlich,
weil man von der Sonne wegschaut.
Schließlich erhielt ich von H.Khan noch den Hinweis, dass auch eben jenes Teleskop, durch das wir bei unserem Besuch am 21. Februar blicken durften, zur Beobachtung der Sonne bereitstand. Beim Eintreffen in der östlichen Kuppel des Humboldt Hauses fiel mir als Erstes aber vor allem auf, dass es dort auch bei Tage recht kühl ist. Da es dort aber nicht annähernd so voll war, wie draußen, wurde ich schnell durch eine sehr sehr nahen Blick auf den mittlerweile schon wieder abrückenden Mond und die Sonne dahinter werfen können.










Bis zum Höhepunkt der Sonnenfinsternis um 11:47(!) Uhr hatten sich etwa 250 bis 300 Menschen auf dem Gelände des AIP eingefunden. Darunter waren auch mehrere Schulklassen und ein Kamerateam von n-tv, das während der gesamten Zeit die Sonne filmte und dies live im Fernsehen übertrug.
Hakan musste immer wieder das Teleskop nachstellen, da sich die Erde doch relativ schnell dreht. 
Als sich schließlich der Mond und auch die meisten Gäste wieder verzogen hatten, kehrte entspannte Ruhe auf dem Campus ein. Nun hatte man die Möglichkeit, sich den wieder sichtbaren Sonnenfleck anzusehen, bevor auch ich erneut begeistert von diesem Phänomen die Heimreise antrat.
Sehr beliebt war auch das Fotografieren der Sonnenfinsternis durch das Okular des Teleskops.
Viele Menschen haben gestern beobachtet, wie sich der Mond vor die Sonne schob, doch ich denke nur an wenigen Orten hatte man die Möglichkeit, sich dieses seltene Naturschauspiel auf so vielfältige und interessante Weise anzusehen. Mein Dank gilt daher nicht unserem Trabanten und auch nicht der Sonne, sondern den Mitarbeitern des AIP, die unheimlich freundlich allen Anwesenden die Beobachtung der Sonnenfinsternis ermöglicht haben.
Die Kuppel über dem Teleskop im Humboldthaus
So sieht ein Solarscope von vorn aus...
... und so von hinten. Es ist im Grunde eine viel bessere Lochkamera, als meine.
 Darauf konnte man später sogar den momentanen Sonnenfleck erkennen

Dienstag, 24. Februar 2015

Eine Außenmission in luftiger Höhe: Die Tafelrunde zu Gast beim Leibniz-Institut für Astrophysik

Die Außenmissionen der Tafelrunde haben diese kleine brandenburgische Gemeinschaft bereits in weit entfernte Ortschaften wie Mannheim, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Gießen, Bonn, Lauenau, Zweibrücken oder gar Eberswalde verschlagen. Dass das sprichwörtliche Glück aber gar nicht weit von der eigenen Haustür zu suchen ist, hat am 21. Februar 2015 ein Sternchen-Aufgebot der ganz besonderen Sorte unter Beweis stellen können.


Dieses Mal führten die Wege der zweiundzwanzig tapferen Mitstreiter nämlich keine hunderte von Kilometer Autobahn entlang, sondern einfach nur den Berg hoch, der ihrem Potsdamer Stadtteil als Namenspate dient: Den imposanten Babelsberg.
Auf der 77 Meter hohen Erhebung (den sämtliche Teilnehmer ohne Zuhilfenahme von Beatmungsgeräten erklimmen konnten) befindet sich seit 1913 eine Sternwarte, die mittlerweile das renommierte Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) beherbergt.


Grundlage für den beschwerlichen Aufstieg bildete die Einladung des vor Ort wirkenden Doktors der solaren Radiophysik und Star-Trek-Fans H.Khan, der die Star-Trek-Tafelrunde „Hermann Darnell“ ermunterte, seinen Arbeitsort zu so nachtschlafender Stunde aufzusuchen, um einem speziell für diesen Anlass aufpolierten Vortrag zu lauschen, das Gelände zu besichtigen undim 3D-Kino einen genaueren Blick in jene unendlichen Weiten zu wagen, die die Grundlage für Science Fiction aller Art bildet.


Seinen Anfang nahm der Abend wie so viele Außenmissionen der Tafelrunde: zu spät. Zuerst, weil einige Mitglieder am falschen Ende des weitläufigen Areals nach einem Eingang suchten und als diese sich schließlich endlich im Vorlesungsraum einfanden, waren andere noch immer damit beschäftigt, Kaffee und andere Getränke aus dem antiquierten Replikatorsystem zu erhalten, das der Gastgeber kurz zuvor noch zur Überbrückung des Leerlaufes angepriesen hatte.


Als das Abendprogramm gegen sieben Uhr schließlich eingeläutet wurde, verstummten die Klänge des Beatles-Klassikers „Here Comes the Sun“, die zuvor in einer Endlosschleife thematisch auf „Feuerwerk auf der Sonne“, das Thema des Vortrages, vorbereitete. In der speziellen „Star-Trek-Edition“ konnten die Zuhörer auf unterhaltsame Weise ihr Wissen darüber erweitern, wie die Sonne aufgebaut ist, was sich hinter den Sonnenflecken ("Sunspots") verbirgt und was die Sonnenoberfläche mit der haushaltsüblichen Tomatensoße auf dem Herd zu tun hat. Aufgelockert wurde diese ausführliche freiwillige Lerneinheit mit Videos aus den Simpsons, der Star-Trek-Originalserie, der Next Generation und Voyager. Besonders unterhaltsam wurde es immer dann, wenn es H.Khan in bester Beckmesser-Tradition gelang, den Drehbuchautoren mangelhafte Recherchearbeit nachzuweisen.


So konnte H.Khan etwa anhand tagesaktueller Daten aufzeigen, dass die bedrohlichen Werte, die Data in „Besuch von der alten Enterprise“ vom instabilen Stern empfängt, bestenfalls solare Durchschnittswerte in unserem eigenen Sonnensystem sind.


Den Höhepunkt bildete allerdings der Einblick in das, was in der sauerstoffarmen Höhenluft des Babelsberges tagtäglich von engagierten Wissenschaftlern wie H.Khan "mit unseren Steuergeldern" geleistet wird. Die ins Referat integrierte Vorstellung des „Solar Orbiters“, eines ESA-Satelliten zur näheren Erforschung der Sonne, an dessen Fertigstellung H.Khan hier aktiv beteiligt ist, zählte zu den absoluten Höhepunkten des Abends. Projekte wie dieses stellen nämlich unter Beweis, zu welchen Leistungen die Menschheit bereits heutzutage in der Lage ist und markieren einen eindrucksvollen Schnittpunkt zwischen Forschungswirklichkeit und Science Fiction.



Zum Abschluss des aufschlussreichen Referats folgte neben einer eindringlichen Nichtempfehlung des Films „Sunshine“ ein Veranstaltungstipp der besonderen Art: Am 20. März 2015 wird in Deutschland ab 9.40Uhr eine achtzigprozentige Sonnenfinsternis beobachtbar sein und auch wenn der Kernschatten unsere Gefilde nicht streifen wird, wird dieses besondere Ereignis wohl für alle anwesenden Zuhörer zu einem echter Hingucker werden. Schließlich konnte man an diesem Abend erfahren, dass man als Bewohner dieses Planeten stolz darauf sein, dass ausgerechnet unser Trabant die ideale Größe für solch ein einzigartiges Himmelsspektakel aufweist!



Alles in Allem war der abendfüllende Vortrag nicht nur äußerst anschaulich vermittelt und sehr unterhaltsam präsentiert worden, sondern glänzte auch in der Vorbereitung, wie die tagesaktuellen Beispiele und das sofort griffbereite Packen Ersatzbatterien für die Powerpointfernbedienung nahelegten. Als Dank für seine Mühen wurde H.Khan daraufhin von der Tafelrunde mit einer Jonathan-Archer-Figur ausgezeichnet, also jenem Mann, dessen Inspiration als erster Captain einer Enterprise auf ein Astronomiebuch gewesen sein soll.


Wer aber geglaubt hatte, dass der Abend damit sein Ende erreicht hätte, sah sich eines besseren belehrt, als Doktorandin Dorothée Brauer dazu ansetzte, die frisch bekehrten „Freunde der Sonne“ über das Gelände des Leibniz-Instituts für Astrophysik zu führen. Doch nach einigen einleitenden Erläuterungen begann sich bereits abzuzeichnen, dass die Pläne für den Abend über den Haufen geworfen würden. Schuld daran war das Wetter.


Nicht, dass es schlecht gewesen wäre! Seit dem Vortag verhüllte eine dicke Wolkendecke den Nachthimmel über Potsdam und hatte die ursprünglichen Pläne, das Spiegelteleskop im Ostflügel des Refraktorgebäudes zur Beobachtung der Sterne zu nutzen, zunichte gemacht. Doch just in der dichtesten Bewölkungsphase des Wochenendes klaffte plötzlich eine Insel am eigentlich laut Wetterbericht ständig verdeckten Firmament und fröhlich blinkten mit dem bloßen Auge erkennbare Sterne die Gruppe in genau dem Moment an, als sie das Hauptgebäude zum Beginn ihres Rundganges verlassen hatte.


So machten die Initiatoren aus der Not eine Tugend. Die Führung durch das Institut wurde (leider) auf ein Minimum eingedampft und stattdessen fanden sich alle Teilnehmer kurz darauf im Refraktorgebäude wieder, wo unter dem Ächzen der betagten Mechanik schließlich die Kuppelkonstruktion ihre Pforten in die klare Sternennacht öffnete und einen atemberaubenden Blick freigab.


Trotz der klapprigen Kälte, der antiquierten Technik und des beengten Raumes harrten sämtliche Expeditionsteilnehmer geduldig aus, bis sie an der Reihe waren, einen Blick durch das Teleskop werfen zu können.


Und der Ausblick war einer, den man nicht alle Tage genießen kann. Im Verlauf der kommenden Stunden wurde das Spiegelteleskop nacheinander auf den Jupiter, diverse Sternenhaufen und sogar den Orionnebel gerichtet.
Einige besonders hartgesottene Sternengucker hielten der Aussicht sogar dann noch die Treue, als sich der Großteil der Gäste längst verabschiedet hatte oder zum Aufwärmen zurück ins Innere des Gebäudes geflüchtet hatten.


Als sich die Kuppel irgendwann wieder schloss und damit das vorläufige Ende dieser denkwürdigen Außenmission einläutete, hatten alle Beteiligten einerseits ein Programm absolviert, an dass
sie sich noch lange erinnern werden und andererseits vieles, angefangen von einer ausführlichen Führung durch das Gelände bis hin zu einem Ausflug in den 3-D-Vorführraum, gar nicht oder nur eingeschränkt genießen konnten.


So wird der Star-Trek-Tafelrunde wohl nichts anderes übrig bleiben, als den beschwerlichen Aufstieg noch einmal zu wagen, um ein zweites Mal Potsdamer Höhenluft zu schnuppern und all jene Abenteuer nachzuholen, die ihren Mitgliedern an diesem Abend versagt blieben...

Montag, 2. Februar 2015

Außenmission: Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam

Am 21. Februar 2015 bestreitet die Tafelrunde ihre erste Außenmission des Jahres. Dabei haben wir uns etwas ganz Besonderes ausgedacht und laden alle Tafelrundenmitglieder und Freunde zum Sternengucken in das Leibniz Institut Potsdam ein.
Bildquelle: Leibniz Institut Potsdam für Astrophysik
Star Trek ohne Sterne? Unvorstellbar! Unsere erste Außenmission des Jahres 2015 führt uns in das Leibniz Institut Potsdam für Astrophysik. Das Institut 'widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen'. Auch in Star Trek spielten astrophysikalische Denkansätze immer wieder eine tragende Rolle. Physikalische Fragen im Allgemeinen oder im Speziellen waren stets elementares Handlungselement der 725 Star Trek Episoden plus der 12 Filme.
Das Star Trek sich stark an der Wissenschaft orientiert, zeigt folgende Filmszene aus Star Trek: Treffen der Generationen. Hier wird ein Energieband beschrieben, dessen Verlauf mit Hilfe einer künstlich hervorgerufenen Implosion einer Sonne verändert wurde. Diesem kosmologischen Eingriff kommen Data und Picard in einem astronomischen Labor auf die Schliche:


Programmablauf:
  1. Der erste Programmpunkt ist ein Vortrag zum Thema Sonne. Hier ein kurzes Abstrakt unseres Vortragenden H.Khan: 'Mit Hilfe von vielen anschaulichen Videos und Bildern werden Sie in die faszinierende Welt der Sonnenforschung eingeführt. Auf einem allgemeinverständlichen Niveau erfahren Sie etwas über den Aufbau der Sonne, den Sonnenzyklus, eindrucksvolle Eruptionen sowie über den Einfluss der Sonne auf die Erde'.
  2. Danach bekommen wir eine Führung und erlangen so einen Einblick in die Arbeitsweise des Instituts und können Fragen über die Einrichtung stellen.
  3. Der letzte Programmpunkt stellt das eigentliche Highlight dar. Hier werden wir unter professioneller Anleitung die Sterne beobachten und bekommen die Gelegenheit durch eines der bekannten Teleskope zu schauen.
Die Tafelrunde blickt in die Sterne
Beginn
Wir starten unsere Außenmission am 21. Februar 2015 um 18:30 Uhr und treffen uns am Haupteingang des Instituts. Sollte an diesem Tag das Wetter den Blick in die Sterne verhindern, haben wir einen Alternativtermin vereinbart. Dieser ist der 28. Februar 2015, dann um 19 Uhr. Wir werden Euch rechtzeitig informieren, sollte am 21. Februar 2015 der Termin nicht stattfinden können.
Also aufmerksam den Blog verfolgen und in die Mails schauen!

Anfahrt - Routenplanung
An der Sternwarte 16
14482 Potsdam

Sonntag, 21. Dezember 2014

Zwischen Kindergrippe und Einstein - Turons Eindrücke von der Star-Trek-Weihnachtsvorlesung in Zweibrücken


Kurz vor Weihnachten, am 17. Dezember 2014 brachen zwei Tafelrundenangehörige auf, um ins knapp siebenhundert Kilometer entfernte Zweibrücken an den äußersten Rand des Bundeslandes Rheinland-Pfalz zu gelangen.
Zugegeben: Wenn man wie Miri aus dem pulsierenden Berlin mit seinen 3,4 Millionen Einwohner stammt, so muss das beschauliche Zweibrücken mit seinen 34.000 Bürgern zwangsweise ein wenig provinziell wirken.
Kommt man hingegen wie Turon aus Potsdam, das mit mindestens zehn vollwertigen Schlossanlagen schübeweise Touristen aus aller Welt anlockt, dann mag auch das örtliche Herzogsschloss keinen echten Reisegrund darstellen.
Warum also nahmen die beiden dennoch die beschwerliche Acht-Stunden-Autofahrt bei unablässigem Dauerregen in ein Land auf sich, in dem die (überaus freundlichen) Eingeborenen Miri noch nicht einmal verstanden, wenn sie in einem Restaurant eine Selters bestellte?


Der Grund, warum das überschaubare Zweibrücken ähnlich wie Berlin, Mannheim oder Düsseldorf auf der Deutschlandkarte eines jeden heimischen Star-Trek-Fans rot hervorgehoben sein sollte besteht in der Tatsache, dass in der hiesigen Fachhochschule (nunmehr ein Teil der FH Kaiserslautern) der bekannte Star-Trek-Referent Dr. Hubert Zitt wirkt und lehrt. Dort hält er nun schon seit 1996 Jahr für Jahr seine berühmten Star-Trek-Weihnachtsvorlesungen in einem Gebäude, dass aufgrund seiner Optik nicht ganz zu Unrecht den Kosenamen "Tankstelle" trägt.


Nun gehört es bereits seit Anbeginn der Tafelrunde zu ihren guten alten Traditionen, sich in bester Absicht alljährlich zum gemeinsamen Ansehen der im Internet übertragenen Weihnachtsvorlesung vor dem heimischen Sofa zu verabreden. Diverse Male scheiterte dieses vermeintlich simple Vorhaben an technischen Problemen mit dem Livestream, Terminkollisionen oder anderen unvorhersehbaren Ereignissen und tatsächlich schaffte es die Tafelrunde erst einmal im Jahre 2012, zusammen diesem Wissenschaftsereignis beizuwohnen.
Dafür waren die Mitglieder der Star-Trek-Tafelrunde "Hermann Darnell" stets zugegen, wenn es Hubert Zitt mit einem seiner Vorträge in die unmittelbare Umgebung verschlug. So erlebten diverse Mitglieder die legendären und längst zu einer ebenso liebgewonnenen Tradition gewordenen Auftritte in der Beuth-Hochschule genauso mit; wie seine Darbietungen im Zuge der Star-Trek-Ausstellung im Potsdamer Filmpark oder im Rahmen der Eberswalder Mini-Convention NCC-1701-A.


Daher kreuzten sich des Öfteren die Wege beider Parteien und nach einigen persönlichen Gesprächen gelang es schließlich zu vereinbaren, dass auch die Tafelrunde dieses Jahr Teil jener Tradition werden würde, die die Berliner und Brandenburger bislang nur ehrfurchtsvoll aus der Ferne betrachten konnten.


Die Grundlage des Tafelrundenauftrittes auf Deutschlands einziger Star-Trek-Weihnachtsvorlesung bildete ein Referat, dass schon lange in der Schublade diverser Projektideen schlummerte und eigentliche eine uralte Idee in unseren eigenen Reihen wiederaufleben ließ – nämlich selbst einmal Vorträge in Eigenregie zu veranstalten. Nach einigen Referaten etwa im Potsdamer Thalia, im Rahmen der langen Nacht der Wissenschaften in Berlin oder im Zuge unserer Fünfjahresfeierlichkeiten schwebt die Idee, das Potential in unserer Gemeinschaft dementsprechend zu nutzen, noch immer ungenutzt im luftleeren Raum umher.


In Zweibrücken wurde sie nun endlich Wirklichkeit und schon allein deshalb war die beschwerliche Reise in die (von hier aus gesehen) äußerste Ecke der Republik bereits ein lohnenswertes Unterfangen. Vor allem ist es etwas völlig anderes, vor dem Rechner zu sitzen und über die Organisation zu schimpfen, wenn man einmal selbst mitangesehen hat, wie ein solches Großereignis in erster Linie mit der Tatkraft freiwilliger Helfer aufgezogen wird.


Schon im unmittelbaren Vorfeld der Veranstaltung kam erste weihnachtliche Vorfreude auf das Event auf, was weniger am unablässigen Christmas-Song-Gedudel auf der Herfahrt oder dem Weihnachtsmarkt auf dem hiesigen Alexanderplatz (!) lag, sondern eher daran, dass hier die vielen studentischen Weichnachtselfen Hand in Hand fröhlich das Audimax für den bevorstehenden Abend herausputzen. An dieser Stelle sollte vielleicht erwähnt werden, dass die Einheimischen zwar für uns Norddeutsche mitunter schwer zu verstehen sind, dieses Manko aber durch eine angeborene Ur-Freundlichkeit wieder ausgleichen, die bewirkt, dass man schnell miteinander ins Gespräch kommt. Insofern fühlten wir uns gleich nach Ankunft in den Heiligen Hallen der Hochschule als Teil der großen Weihnachtsvorlesungsfamilie und halfen bereitwillig beim Umherräumen, Dekorieren und Verzehren selbstgebackener Muffins.



Während Hubert Zitt zwar allgegenwärtig war aber größtenteils für die Fernsehteams und sonstigen Journalisten zur Verfügung stand, hatten wir genügend Zeit, neben den sympathischen Oompa Loompas der Organisation die bereits aus vorangegangenen Übertragungen bekannten Mitstreiter Zitts kennenzulernen. Manfred Strauß und Michael Groß entpuppten sich als stimmungsvolle Stützen der Veranstaltung, ohne deren Wirken die gesamte Vorlesung wohl nicht in dieser Form existieren würde.


Selbst als ab 18 Uhr dem Publikum Tür und Tore geöffnet wurde, herrschte eine ausgelassene Stimmung, die sogar soweit reichte, dass zufriedene Besucher den ein oder anderen Vortragenden spontan auf ein Bier einluden – ein Umstand, der den aus dem tiefsten Preußen stammende Turon so sehr verwirrte, dass er dies entgegen seiner sonst üblichen Verhaltensweisen freundlich aber bestimmt ablehnte.


Als die Veranstaltung um 19Uhr dann endlich begann, geschah dies mit dem üblichen Brimborium. Einige bunte Bilder aus dem Internet, ein ausführlicher Jahresrückblick und emsige Star-Wars-Kostümierte, die ihre Kräfte einsetzten, um die Kollekte einzusammeln. Dieses Jahr gingen die Einnahmen der spendebereiten Zuhörerschaft gleich um die Ecke, denn als Nutznießer der gesammelten Geldmittel sollte die FH-eigene Kindergrippe Kinderkrippe fungieren, denen ein Ausflugswagen für Landgänge zur Verfügung gestellt werden sollte. Tatsächlich kamen am Ende knapp 1.500€ für diesen guten Zweck zusammen, so dass die kleinen Nachwuchsingenieure hoffentlich schon bald auf Rädern das beschauliche Zweibrücken unsicher machen können.


Dem folgte schließlich der unausweichliche Moment der Wahrheit. Nachdem Turon seinen Neunzig-Minuten-Vortrag im Vorfeld auf knapp fünfunddreißig hinunterbrechen musste, stiegen nun Nervosität und Lampenfieber kontinuierlich auf Rekordwerte, zumal bereits im Vorfeld Probleme beim Einfügen der Videos in seine Präsentation das gesamte Projekt gefährdet hatten.
Doch mit dem Moment, ab dem er sich auf der Bühne wiederfand und die gewohnten Folien hinter ihn projiziert wurden, verschwanden Anspannung und Bauchkribbeln umgehend und er begann in aller Seelenruhe zu erklären, woher Namen wie Kirk, Picard oder Janeway stammen. Nur die vielen zurückgelegten Bühnenkilometer haben einigen aufmerksamen Freunden und seiner eigenen Schwiegermutter vor ihren heimischen Computern verraten, dass noch etwas Aufregung in seinen bewegungsfreudigen Beinen steckte.


Tatsächlich aber lachten die gutmütigen Einheimischen freundlicherweise über die eingestreuten Witze und als Turon sich weit danach in der Pause den Weg durch die Zuhörermassen bahnte, wurde er neugierig von mehr als zehn Personen nach der Herkunft ihrer eigenen Namen, naher Verwandter oder guter Freunde befragt. Besondere Genugtuung empfand er ferner darüber, dass ihm mehrere Personen versicherten, von nun an bei jeder Sichtung eines Hollister-Pullovers an ihn denken zu müssen.



Aber Turons Auftritt war mitnichten das Highlight der Veranstaltung, sondern eher ihr Einstieg. Gleich nach ihm war der Klingonischlehrer Lieven L. Litaer an der Reihe, den man schon beinahe zu den Urgesteinen dieser Vorlesungsreihe zählen kann. Im Anzug und mit Maske referierte er über die Inspiration für einige Worte in der fiktiven Sprache Klingonisch. Sicherlich kannte man auch hier den ein oder anderen Part bereits, wenn man die ein oder andere seiner Veranstaltungen besucht hatte, doch wie immer war es so unterhaltsam wie lehrreich, den Ausführungen des gebürtigen Belgiers zu lauschen.
Von allen Teilnehmern hatte Litaer übrigens das weihnachtlichste Programm, was nicht zuletzt daran lag, dass er zu Beginn und zum Abschluss aus dem neuesten Cross-Cult-Coup "Frohe Klingonische Weihnacht" zitierte, dass den Weihnachtsmann weg aus dem PeGiDa-nahen westlichen Kulturkreis und zurück zu seinen ursprünglich klingonischen Traditionslinien stellte (so ähnlich wie Shakespeare).



Den absoluten Höhepunkt bildete jedoch wie jedes Jahr das Referat des Hausherren Hubert Zitt, der in diesem Jahr zu Thema "Wie viel Einstein steckt in Star Trek?" gewohnt professionell Rede und Antwort stand.
Nun ist jedoch weder die Allgemeine, noch die Spezielle Relativitätstheorie etwas, dass man als 'leicht verständlich' bezeichnen könnte, doch es gehört zu den Verdiensten Zitts, diesen doch vergleichsweise anspruchsvollen Sachverhalt selbst für absolute Laien wie Miri oder Turon anschaulich präsentieren zu können. Welchen immensen Einfluss die Theorien des Universalgenies (das übrigens ein Sommerhaus im nahen Caputh unterhielt und nach dem ein sehr sehenswerter Turm auf dem Brauhausberg benannt ist) tatsächlich auf Star Trek hatte, ist wohl den wenigstens Fans bewusst, doch angefangen beim Warpantrieb, über Schwerkraftgeneratoren und Trägheitsdämpfern bis hin zur Tarnvorrichtung legten Einsteins Überlegungen den Grundstein für das, was uns heute hinlänglich von der Fernsehleinwand bekannt ist.



Von den weihnachtskugelbunten Trockeneis-Drinks, die die Fachschaft Informatik/ Mikrosystemtechnik gegen bare Münze im Foyer verteilte, bis hin zur Schneemaschine, die gelegentlich Kunstflocken auf jene bedauernswerten Geschöpfe rieseln ließ, die in der vorderen Reihe mittig saßen, erlebten wohl der größte Teil der  Anwesenden einen stimmungsvollen und lohnenswerten Vorweihnachtsabend der besonderen Art, der trotz seiner etwa fünf Stunden Laufzeit am Ende doch viel zu früh vorbei war.


Als Miri und Turon nach Veranstaltungsabschluss etwas wehmütig dabei halfen, wieder Ordnung im inzwischen entvölkerten Hörsaal zu schaffen, legte sich bereits leise etwas Traurigkeit ob der anstehenden Heimreise auf ihr Gemüt. Denn selbst wenn Zweibrücken nicht unbedingt um die Ecke liegen mag, hat sich die lange Fahrt quer durch Deutschland zweifellos gelohnt, da es eine Sache ist, Deutschlands spannendste Weihnachtsvorlesung von der Couch aus im Internet zu verfolgen, aber ein ganz andere, sie live oder gar von der Bühne aus erleben zu dürfen.