Mittwoch, 3. Februar 2016

Eaglemoss Nr. 26. Die Nebula-Klasse

Einleitung und "Gast"kommentar von Damon:
Als Star Trek: The Next Generation 1987 startete, zeigten uns die Produzenten mit der U.S.S. Enterprise NCC-1701-D ein großes hochmodernes Raumschiff, dass die Zukunft der Sternenflotte repräsentieren sollte. Was aber aufmerksame Zuschauer in den ersten drei Staffeln schnell bemerkten, war die Tatsache, das aber ansonsten immer nur die alten Schiffstypen der Miranda-, Excelsior- und Oberth-Klasse zu sehen waren. Lediglich gegen Ende der ersten Staffel gab es mit der U.S.S. Stargazer mal etwas Neues- und das eigentlich nur begrenzt, da dieses Schiff auch aus einer älteren Epoche stammte. Da stellte sich schnell die Frage, ob die Sternenflotte im 24. Jahrhundert hoffnungslos veraltet ist?
Gut, das diese älteren Schiffstypen immer wieder gezeigt wurden, lag am begrenzten Budget zu Beginn der Serie. Um Kosten zu sparen verwendete man die Studiomodelle aus den Star-Trek-Kinofilmen immer wieder. Um der Kritik einer veralteten Sternenflotte entgegenzutreten, wurde für die vierte Staffel von TNG eine neue moderne Raumschiffklasse entworfen. Das Ergebnis waren u.a. die Schiffe der Nebula-Klasse.
Und mit einem schönen Modell dieser Klasse versorgt uns nun Eaglemoss, wobei der englische Verlag nicht der erste ist, der ein Modell der Nebula-Klasse auf den Markt gebracht hat. Eins im Mini-Format gab es schon von Micro Machines und eine eher simple Variante von Furuta aus Japan, dass im direkten Vergleich eher wie ein billiges Spielzeug wirkt.
Im Vergleich: links Furuta rechts Eaglemoss

Das nun bei Eaglemoss erschienene Modell ist eine weitere Augenweide für Raumschiffsammler. Es glänzt mit der gleichen Detailvielfalt wie das erste Modell der Reihe, die Enterprise-D. Das Nebula-Modell besitzt wie die Enterprise eine Aztek-Musterung und auch eine fein detaillierte Bemalung mit vielen hundert Fenstern, die über den ganzen Rumpf verteilt sind. Farblich unterscheiden sich die beiden Schiffe darin, dass die Enterprise-D in einem helleren Grauton lackiert ist. Die Nebula ist dagegen in einem blau-grau-Ton, was mir persönlich besser gefällt und auch bei der Enterprise sicherlich nicht schlecht ausgesehen hätten. 


Zu kritisieren gibt es bei diesem Modell eigentlich nicht viel. Es ist sauber verarbeitet. Lediglich der Hals, auf dem das dreieckige Sensormodul sitzt, hätte noch einige Details mehr vertragen können. Schließlich sitzt am unteren Ende dieses Halses der Shuttlehangar der Schiffes.


Was ich aber nicht so ganz verstehe, ist die Wahl des Namens des Modells. Die U.S.S. Honshu taucht lediglich ganz kurz in der Eröffnungssequenz der DS9 Episode „Das Gute und das Böse“ auf . Da wäre es besser gewesen, dem Modell den Namen U.S.S Sutherland NCC-72015 zu geben, da sie das erste Schiff der Nebula-Klasse gewesen ist, dass mit dem dreieckigen Sensormodul zu sehen war. Weiterhin spielte das Schiff auch eine entscheidene Rolle in der TNG-Doppelfolge „Der Kampf um das klingonische Reich“.

Die Halterung ist dieses Mal recht solide ausgefallen und wird von hinten auf das Modell geschoben, dabei hält sie dieses mit einem stabilen Griff in Position.
Das Begleitheft ist wie üblich aufgebaut. Es widmet sich recht gut in seiner Berichterstattung der Nebula-Klasse und erwähnt auch namentlich viele weitere Schiffe dieses Typs. Aber um mal einige kleines Detail zu ergänzen, das Schiff das in der Schlacht von Sektor 001 gegen die Borg kämpfte, ist kein unbeschriebenes Blatt. Es handelt sich dabei um die U.S.S. Endeavour NCC-71805 und das Schiff das in der Eröffnungssequenz mit der Schlacht von Wolf 359 der ersten Folge von DS9 zu sehen wahr hieß U.S.S. Bellerophon NCC-62048. Bitte ein bischen sorgfältiger recherchieren liebe Autoren wir Trekkis stehen auf solche Details ;-).  Besonders interessant ist der Bericht über die Entstehung der Nebula-Klasse der sich auf sechs Seiten mit diesem Thema beschäftigt. Auch ein Lückenfüller, die Entstehungsgeschichte der Cardassianer, hat es ins Heft geschafft. Aber dieser hätte wohl besser im Magazin zur cardassianischen Galor-Klasse gepasst.

Alles in allem ist das Modell der Nebula-Klasse sehr gut gelungen und ich freue mich schon auf das nächste Modell eines Föderationsschiffes.
Und noch eine kleine Ankündigung. Obwohl das Modell sehr gut bedruckt ist, findet das Auge für's Detail doch noch einige Kleinigkeiten die man noch hinzufügen kann, was ich an meinem Modell auch umsetzten werde. Bericht dazu folgt demnächst.
Und zum Schluß, zwar kann ich nicht mit so niedlichen tierischen Outakes dienen wie K'olbasa, aber trotzdem mal ein Bild von dem verspielten kleinen Mitbewohner den ich mal hatte und der leider heute nicht mehr bei mir lebt.

Das wahr mein Schmusetiger, hörte auf den Namen Artie  und wahr damals erst vier Monate alt.
Soweit unser neuer alter "Gastautor" Damon. Vielen Dank für Deine Expertise zu dem Modell! Ihr werdet es schon bemerkt haben, von Damon gibt es trotz angekündigten "Rückzug" noch viel zu lesen bzw. auch zu sehen...tja, war wohl nix mit dem frühzeitigen Ruhestand lieber Damon!
So, aber um dem "Teufelchen" (Damon, nicht die kleine süße schwarze Katze oben!) nicht ganz allein das Eaglemoss-Feld zu überlassen, hier nun noch meine Bewertung zu dem zugegeben absoluten kleinen Sahnestück! Ja, Ihr lest richtig, ich bin ebenfalls hellauf begeistert von dem Modell! Das sagt ja schon Einiges.

Positive Aspekte
Wie selten bei den bisher erschienenen Modellen fällt sofort die Detailreiche Bemalung ins Auge! Sowohl Untertassen- als auch Antriebssektion sind hervorragend gelungen. Ähnlich wie bei der Enterprise-D sind die transparenten Details gekonnt in Szene gesetzt (Warpgondeln). Aber dazu hat sich ja Damon ausreichend geäußert.

Negative Aspekte
Auch ich finde das hintere Verbindungsstück zwischen oberen Ausrüstungsmodul und Antriebssektion ein wenig lieblos gestaltet, soll heißen, eigentlich gar nicht gestaltet. Zum Vergleich mal ein Foto aus dem Begleitheft und eins vom Modell:
Da fehlt einfach was, lieblos zusammengeklebt! Warum hat man hier ausgerechnet bei einem sonst sehr gut gestalteten Modell so geschlampt?
 Außerdem gehe ich bei einem meiner Lieblingsthemen ein wenig in Opposition zu Damon. Also liegt es nur an mir oder haben sich diese blöden Ständer gegen mich verschworen? Zum Einen sitzt der transparente Stil viel zu locker im Fuß (da reicht eine kleine Anomalie und das Schiff hüpft aus der Phase) und zum Anderen umklammert die Halterung irgendwie die Warpgondelhalterung und die Untertasse nur zusammen, und klammern ist dabei wörtlich gemeint. Echt blöd, wenn die beiden Teile so zusammengedrückt werden...soll das so sein?
Einmal klammern bitte!
Fazit
Die kleineren Mängel können aber nichts an meinem insgesamt positiven Gesamturteil ändern. Die Nebula Klasse ist ein fast rundum gelungenes Modell! Deshalb von mir, und da stimme ich mit Damon völlig überein: 5 von 6 Sterne!

Bewertung
"Geklammerte Perle!"
Spezifikationen

Daten zum Modell
MicroMachines, Romando, furuta, Eaglemos v.l.n.r.
L x B:                    ca.100 mm x 100 mm
Höhe mit Stand:    70 mm
Material:                Kunststoff und Metall
Gewicht mit Base: ca 180g
Hersteller:              Eaglemoss Collections 2015


L x B:                    ca.70 mm x 70 mm
Höhe mit Stand:    90 mm
Material:                Kunststoff
Gewicht mit Base: ca 30g
Hersteller:              Furuta 2003 (USS Farragut)

L x B:                    ca.60 mm x 60 mm
Höhe mit Stand:    65 mm
Material:                Kunststoff
Gewicht mit Base: ca 25g
Hersteller:              Romando 2003 (USS Farragut)




L x B:                    ca.50 mm x 50 mm
Höhe mit Stand:    40 mm
Material:                Kunststoff
Gewicht mit Base: ca 15g
Hersteller:              Galoob ca. 1993


Outtakes mit Jim
Sehr "Nebulös" die Sache...
Eaglemoss Raumschiffreihe
Eaglemoss 01. USS Enterprise NCC-1701-D
Eaglemoss 02. USS Enterprise NCC-1701 [Refit]
Eaglemoss 03. Klingonischer Bird-of-Prey
Eaglemoss 04. Enterprise NX-01
Eaglemoss 05. Romulanischer D'deridex-Warbird
Eaglemoss 06. USS Excelsior
Eaglemoss 07. USS Defiant 
Eaglemoss 08. K't'inga Klasse
Eaglemoss 09. USS Voyager
Eaglemoss 10. Akira-Klasse
Eaglemoss 11. Jem'Hadar Schlachtkreuzer
Eaglemoss 12. USS Reliant NCC-1864 
Eaglemoss 13. Borg Sphäre 
Eaglemoss 14. Romulanischer BoP (2152) 
Eaglemoss 15. Tholianisches Schiff (2152)
Eaglemoss 16. USS Prometheus
Eaglemoss 17. Xindi-Insektoiden-Schiff
Eaglemoss 18. USS Enterprise NCC-1701-E
Eaglemoss 19. Vor'Cha Klasse
Eaglemoss 20. Die USS Dauntless
Eaglemoss 21. Der Ferengi Marauder
Eaglemoss 22. Die Nova-Klasse
Eaglemoss 23. Die Galor-Klasse
Eaglemoss 24. Die USS Stargazer
Eaglemoss 25. Bajoranischer Sonnensegler
Eaglemoss 26. Nebula-Klasse

Dienstag, 2. Februar 2016

Star Trek Timelines

Vor einiger Zeit erschien das Spiel Trexels für diverse Mobilgeräte. Ich begeisterte mich damals für die ansprechende Verknüpfung aus Management-Spiel und kleinen Geschichten. Das Gameplay machte Spaß und die Story hielt mich am Ball.


Mit Star Trek Timelines erwartete ich eine ähnliche Erfahrung. Nur geht es dieses Mal nicht darum ein Schiff auszubauen, sondern "nur" um die Crew, die wir brauchen, um die immer schwerer werdenden Missionen meistern zu können. Trotzdem fällt der Aufbauteil hier ungleich komplexer aus.

Picard hat seinen Earl Grey und kann nun hochleveln.
Die Story ist so angelegt wie jede Geschichte, der es nur darum geht so viel Spielraum wie möglich zu schaffen. Irgendein Wibbily Wobbly Timey Wimey Phänomen wirft alle Zeiten und Paralleluniversen zusammen und partout jede Figur des Star Trek Universums interagiert nun mit der anderen, versucht sich Vorteile zu verschaffen oder für Ordnung zu sorgen. Q bildet dabei unseren roten Faden, der uns bei der Aufräumarbeit hilft. Wir gehen dabei Nebenaufgaben an, die uns Ressourcen verschaffen oder starten einen Abschnitt der sogenannten Episoden, bei denen es z.B. darum geht, dass Bajoraner DS9 übernehmen - natürlich spielt neben Chakotay auch irgendwann Doktor McCoy eine Rolle - ist doch klar. Auch unterschiedliche Fraktionen bitten uns um Hilfe, was dann schonmal dazu führen kann, dass wir einem Maquis-Schiff zur Flucht verhelfen oder in klingonischen Angelegenheiten mitmischen - seltsam, aber machbar. Was auch immer wir tun, wir müssen unsere Crew dafür einsetzen. Kleine Textpassagen und Animationen erzählen den Verlauf der Mission, den wir auch ein wenig beeinflussen können, z.B. indem wir Picard diskuttieren lassen, Wesley etwas bastelt oder Kirk vorstürmt. Einen echten Einfluss auf die große Story (so es überhaupt eine gibt) hat das aber nicht. Eigentlich geht es nur darum wer welche Punkte bekommt und was für Gegenstände wir erhalten.

Originelle Idee: Kirk aus dem Nexus.
Überhaupt, diese ganzen Werte. Es dauert etwas das System aus Eigenschaften zu durchschauen. Charaktere haben Werte wie Diplomatie, Wissenschaft, Medizin etc., verfügen über eine allgemeine Stufe, dazu noch über Sterne und können fleißig Gegenstände anhäufen, die teilweise in Missionen gesammelt werden und teilweise zusammengebaut werden müssen. Ich hatte sogar mal einen Gegenstand der aus Objekten zusammengebaut werden musste, die nochmal aus weiteren Dingen bestanden... Fazit: es macht mir keinen Spaß mehr. Ich bin immer nur dabei alle Charaktere durchzugehen, um zu schauen wen ich jetzt wie pimpen kann. Welche Missionen muss ich absolvieren (genug Chronitonen-Währung vorausgesetzt), wen sollte ich für kommende Aufgaben hochleveln (genug Ausbildungs-Punkte vorausgesetzt), wem gebe ich welche Gegenstände... Die eigentliche Story interessiert schon gar nicht mehr und selbstverständlich kann ich alles mit Geld beschleunigen. Wie wärs mit ein paar neuen Gegenständen oder Crew-Mitgliedern für läppische 50 Euro? Gehts noch?! Oder warte ich noch ein paar Tage, um mir neue Fraktionsmissionen holen zu können. Wenn ich Glück habe, erhalte ich den gesuchten Gegenstand dort. Vielleicht aber auch nicht...

Der Missionsverlauf. Welchen Charakter setzen wir wann ein.
Schade. Das Spiel sieht klasse aus - jeder Charakter wird nicht nur mit einem langweiligen Portrait dargestellt, sondern als ganz-Körper-Zeichnung in Aktion. Die Raumkämpfe bieten zwar nicht viel Interaktion, sind aber schick in 3D animiert. Dann geht es mit Schwung wieder auf Warp zu einem fechen neuen Sonnensystem. Und dann diese vielen kleinen Details. Die Leute kennen einfach jede Figur aus jeder Folge und bringen alles irgendwie unter. Ich werde irgendwann mal wieder reinschauen. Vielleicht wird die Komplexität ja noch etwas runtergeschraubt. Glaub ich aber nicht...

Das Spiel gibts in deutsch für Android und iOS. Ich habe es auf einem alten Samsung Galaxy Note 2 gespielt und es lief problemlos und flüssig. Offizielle Homepage.

Spaßfaktor

Donnerstag, 28. Januar 2016

Eaglemoss und Wolf 359

Das Eaglemoss angekündigt hat, die Raumschiffsammlung auf insgesamt 110 Ausgaben zu erhöhen, ist ja schon nichts Neues mehr, aber was uns Trekkis und Modellsammler dadurch an Schiffen erwartet - scheint recht spektakulär zu werden und lässt das Herz eines Fans höher schlagen! Anscheinend werden einige Sternenflottenschiffe der Schlacht von Wolf 359 in die Reihe aufgenommen und es gibt schon erste Bilder der Prototypmodelle.

Eines der Schiffe, die U.S.S. Kyushu NCC-65491 der New Orleans-Klasse, habe ich ja schon selber nachgebaut. Aber wenn man meins mit dem Prototypmodell von Eaglemoss vergleicht, ist mein Schiff reif für's nächste Überschussdepot.

Prototypmodell von Eaglemoss
Und mein Eigenumbau
Auch die von mir bereits gebaute U.S.S. Ahwahnee NCC-73620 aus der Cheyenne-Klasse wird wohl von Eaglemoss umgesetzt. Allerdings muss ich zugeben, das mich bei der Version von Eaglemoss das Design des Diskus etwas verwirrt.
Prototypmodell
Und meine Eigenkreation. Merkwürdig, hab ich mich bei meinen Recherchen so geirrt?
Auch das Prototypmodell der Nebula-Klasse (welches in der Ausgabe 26 Erwähnung findet) wird wohl von Eaglemoss umgesetzt.

Das ich beschlossen habe, keine Schiffe mehr selbst zu bauen, liegt zum Einen daran, dass ich mich derzeit mit anderen Projekten beschäftige und zum Anderen auch an der Ankündigung, das Eaglemoss diese Modelle realisieren wird. Denn die folgenden Beiden wollte ich aus dem Modell der Ausgabe 26, der Nebula-Klasse, selber bauen. Aber diese Arbeit wird wohl nun anscheinend Eaglemoss übernehmen ;). Mich persönlich freut das natürlich, denn selbst ich hätte diese Schiffe wohl niemals so hinbekommen wie auf den Bildern der Prototypmodelle.

U.S.S. Chekov NCC-57302 aus der Springfield-Klasse
U.S.S. Buran NCC-57580 der Challenger-Klasse
Quellen der Bilder der Prototypmodelle:  http://www.thetrekcollective.com/p/star-trek-official-starships-collection.html

Ich erinnere mich noch, dass ich in einem meiner Beiträge die Frage stellte, warum diese Schiffe noch nie in irgendeiner Modellreihe aufgenommen wurden! Anscheinend hat Eaglemoss meine Gedanken gelesen. :D Natürlich reiner Zufall - aber ich persönlich kann es gar nicht erwarten, dass diese Modelle erscheinen!